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Wechsel-Sensation: Teams sind stinksauer

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In der Motorsport-Königsklasse gehen die Wogen mächtig hoch.

Eine in der Formel 1 kritisch betrachtete Personalie ist perfekt. Renault verkündete am Rande des Suzuka-Wochenendes das bevorstehende Engagement des bisherigen FIA-Technikdirektors Marcin Budkowski. Der Pole wird künftig einen Direktorenposten besetzen. Er soll sich um die Entwicklung und Produktion des Chassis kümmern.

Einige Rennställe hatten schon öffentlich den bevorstehenden Wechsel hart kritisiert, da Budkowski als ehemaliger Assistent von Renndirektor Charlie Whiting viel Wissen besitzt - vor allem über die Autos für 2018. Red-Bull-Teamchef Christian Horner bringt es auf den Punkt: "Marcin hatte durch seine Arbeit das Privileg, bei allen Teams hinter die Kulissen blicken und vertrauliche Details erfahren zu können."

Für ihn ist es ein "großes Problem". Ähnlich sieht es Horners Pendant bei Mercedes, Toto Wolff: "Ich will Marcins Karriere nicht im Wege stehen, er ist ein guter Kerl. Aber: Damit die FIA weiter das volle Vertrauen der Teams hat, muss klar sein, wie schnell jemand vom Verband zu einem Mitbewerber wechseln kann."

Renault: "Müssen aggressiv sein"

Der ehemalige McLaren-Mitarbeiter Budkowski hatte vor Kurzem beim Weltverband gekündigt, sein Verbot für andere Tätigkeiten in der Formel 1 soll aber nur drei Monate betragen. Gleich zu Beginn des neuen Jahres dürfte Budkowski dennoch nicht bei Renault anfangen. Nach "konstruktiven Gesprächen" mit der FIA spreche man vom "frühen April", sagte Renault-Sportchef Cyril Abiteboul.

Abiteboul verteidigt die Maßnahme: "Wir wollen bis 2020 ein Top-Team sein. Aber wir haben einen Rückstand von ungefähr 1,5 Sekunden. Deshalb müssen wir aggressiv sein." Neben dem eigenen Werksteam und Red Bull rüstet Renault kommendes Jahr neu auch McLaren statt Toro Rosso mit Motoren aus.

Budkowski wird Geschäftsführer des Renault-Werkes in Enstone in England. Wie lange die Zusammenarbeit dauern soll, wurde nicht bekannt gegeben.

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