Kuriose Szene

Biathleten bleiben kurz vor Ziel stehen – und die Fans flippen aus

Beim Biathlon kam es am Freitag zu einem kuriosen Olympia-Moment. 

Beim Biathlon-Massenstart der Herren in Antholz schien eigentlich längst alles entschieden. Die Medaillen waren vergeben, die großen Emotionen bereits durchlebt. Doch fünf Minuten nach der offiziellen Entscheidung lieferte das Rennen noch eine Szene, die den Fans mindestens genauso in Erinnerung bleiben dürfte wie der Kampf um Gold.

Der Franzose Fabien Claude, der US-Amerikaner Campbell Wright und der Italiener Nicola Romanin lagen im Klassement deutlich zurück. Rund 50 Meter vor der Ziellinie jedoch bremsten sie plötzlich ab, blickten sich an – und fassten spontan einen Entschluss: Wenn schon nicht um Edelmetall, dann wenigstens um die Plätze 27 bis 29 sollte es einen echten Schlusssprint geben.

Fabien Claude,
© Getty

"So ein Scheiß"

Was folgte, war ein Augenzwinkern in Hochgeschwindigkeit. Die drei Athleten setzten noch einmal alles auf eine Karte und lieferten sich ein Mini-Duell, das zwar keinerlei Einfluss auf das Podium hatte, dafür aber umso mehr auf die Stimmung im Stadion. Die Zuschauer auf den Rängen honorierten die Aktion mit lautstarker Begeisterung. Noch einmal ging ein Raunen durch die Arena, noch einmal wurde angefeuert, als ginge es um Gold.

Fabien Claude,
© Getty

„Wir wussten, dass wir weit hinten waren, und haben uns gesagt, dass wir diesen letzten Teil einfach nochmal genießen“, erklärte Wright später mit einem Lächeln. „Ich habe sogar den Sprint verloren, so ein Scheiß“, fügte er augenzwinkernd hinzu.

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