Cavendish holt sich die 12. Etappe

Tour de France

Cavendish holt sich die 12. Etappe

Der Brite siegte im Massensprint. Bernhard Kohl ist nach wie vor Gesamtvierter. In der Bergwertung liegt er sensationell auf Rang 2.

Bernhard Kohl hat sich im Spitzenfeld der 95. Tour de France erneut behauptet. Der Wolkersdorfer verteidigte am Donnerstag auf der 12. Etappe von Lavelanet nach Narbonne (168,5 km) als 47. im Massensprint, den Mark Cavendish gewann, seinen vierten Platz in der Gesamt-Wertung und hat weiter 46 Sekunden Rückstand auf den Australier Cadel Evans im Gelben Trikot.

Dritter Dopingfall der Tour
Nach dem dritten Dopingfall bei der Tour de France schaffte Kohl außerdem den Sprung auf den zweiten Platz in der Gesamt-Bergwertung. Nur zwei Punkte trennen Kohl von seinem deutschen Gerolsteiner-Teamkollegen Sebastian Lang, der am Donnerstag in das gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer schlüpfte.

Cavendish feierte seinen dritten Tagessieg und krönte sich wohl endgültig zum neuen Sprintkönig. Der Brite vom Team Columbia setzte sich vor dem Franzosen Sylvain Chavanel und Gert Steegmans aus Belgien in dem auf 158 Fahrer dezimierten Feld durch. Cavendishs Teamkollege Bernhard Eisel wurde nur 136. und liegt in der Gesamtwertung als 154. bereits 1:57:09 Stunden zurück.

Mindestens ebenso interessant wie der Streckenabschnitt über 168,5 Kilometer von Lavelanet nach Narbonne waren die Auswirkungen des Doping-Falls um den Italiener Riccardo Ricco und des damit verbundenen Rückzugs des Teams Saunier Duval.

Veränderungen im Klassement
Lang übernahm das Bergtrikot von Ricco, das Feld der Nachwuchsfahrer führt nun der Italiener Vicenzo Nibali an. Zudem werden sich wohl die von Ricco jeweils auf den zweiten Platz verwiesenen Alejandro Valverde (6. Etappe) und Wladimir Efimkin (9. Etappe) nachträglich über einen Tagessieg "freuen" dürfen.

Kurz nach dem Start in Lavelanet versuchten die Franzosen Samuel Dumolin und Arnaud Gerard in einem Ausreißversuch ihr Glück, 54 Kilometer vor dem Ziel gesellte sich der Spanier Juan Jose Oroz zu ihnen. Das Peloton hielt das Trio im Rennverlauf aber an der kurzen Leine und holte es schließlich ein, um in Narbonne für die erwartete Massenankunft zu sorgen.