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'Crazy Dani'

Köllerer-Manager: 'Sperre ist Wunschvorstellung'

Spieler fordern Sperre von "Häferl" Daniel Köllerer. Manager schlägt bei oe24.at zurück: Vorwürfe völlig unbegründet.

Unterschriftensammlung gegen Daniel Köllerer - Spieler fordern Sperre von Daniel Köllerer - Österreicher "schämen" sich für ihren Landsmann: mit diesen Schlagzeilen wurde in den letzten Tagen viel Staub aufgewirbelt. Der Auslöser: ein scheinbar enttäuschter italienischer Coach, der die Niederlage seines Schützlings gegen den als bekannt emotional geltenden Oberösterreicher Daniel Köllerer nicht verkraftete. Nareyka: "Beim Spiel gegen Fonigni gab es emotionale Ausschreitungen - aber von beiden. Daraufhin hat sein Coach den Brief an die ATP geschrieben."

Keine Sperre
"Es gibt keine Sperre, das sind alles Wunschvorstellungen von anderen Spielern", erklärt Köllerer-Manager Manfred Nareyka gegenüber oe24.at. "Die können tausende Unterschriften sammel, entschieden wird von den Funktionären und Schiedsrichtern." Und die konnten am Verhalten Daniel Köllerers in den letzten Wochen während seiner Südamerikatournee offenbar nichts aussetzen. Was auch Daviscup-Kapitän Gilbert Schaller bestätigt: "Es sind Offizielle von der ATP dort anwesend. Wäre er wirklich so schwer ausgerastet, hätte man ihn schon gesperrt."

Nareyka empört
Empört zeigt sich Köllerers Manager über die "Hetzjagd gegen einen jungen Spieler. In den letzten fünf Spielen hat Daniel keine einzige Verwarnung kassiert." Aber was steckt dahinter? Nareykas Erklärung: "Die Leute mögen ihn nicht. Wir wissen schon, dass Daniel ein schwieriger Mensch ist, aber das ist der Hermann Maier auch. Den mögen auch nicht alle anderen Fahrer."

Jetzt erst recht
Von der Boykott-Drohung der anderen Spieler zeigen sich Nareyka und sein Schützling unbeeindruckt: "Der Daniel ist ja der Einzige, der drüben Erfolg gehabt hat. Immerhin hat er schon 70 Punkte gesammelt. Wir bleiben jetzt erst Recht länger drüben. Daniel wird nicht vor Anfang Dezember nach Österreich zurück kehren."