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Landis-Dopingprobe falsch beschriftet

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Französisches Anti-Doping-Labor gesteht: B-Probe von Tour-Sieger Floyd Landis wurde falsch beschriftet.

Das französische Anti-Doping-Labor Chatenay-Malabry hat bei der positiven Dopingprobe des US-Amerikaners Floyd Landis einen Fehler bei der Beschriftung begangen. Diese Informationen der Tageszeitung "Le Monde" bestätigte Labor-Direktor Jacques de Ceaurriz am Mittwoch. Laut der Zeitung sei die B-Probe des Gesamtersten der Tour de France "betrüblicherweise mit einer falschen Nummer ausgestattet worden".

Fehler nur "minimal"
Der Chef des renommierten Labors in einem südlichen Vorort von Paris bezeichnete diesen Fehler als "minimal und nicht ausreichend, das Resultat der Analyse ungültig zu machen". Die B-Probe hatte den deutlich zu hohen Testosteron-Wert aus der A-Probe von Landis bestätigt. Die Identifikationsnummer des mutmaßlichen Dopingsünders sei 995.474. Laut "Le Monde" stand allerdings 994.474 auf dem betreffenden Test.

Hoffen auf Verfahrensfehler?
"Das weist zwar nicht darauf hin, dass die Probe nicht vom Amerikaner ist. Aber es wird von seinen Anwälten verwendet, die (am Freitag in Tucson/Arizona) neue Elemente der Verteidigung präsentieren werden", schrieb die Zeitung. Laut Labor-Chef De Ceaurriz habe es sich um einen Fehler in der maschinellen Beschriftung gehandelt. "Dieser stellt weder den Wert der Analyse noch die Zugehörigkeit der Probe in Frage."

Hacker-Attacke
Das Labor war zuletzt von einem Hacker-Angriff heimgesucht worden, der durch gefälschte Emails dessen fehlerhafte Arbeitsweise dokumentieren sollte. Der Täter stammte möglicherweise aus dem Umfeld von Landis. Dessen Sprecher dementierte aber jeglichen Zusammenhang. Der 30-Jährige aus Pennsylvania, der von seinem Team Phonak suspendiert wurde, will bereits in der kommenden Saison wieder Rennen fahren.

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