Melzer hatte mit dem Lucky Loser keine Probleme

Tennis

Melzer hatte Sieg vor Augen

Melzer in Barcelona hauchdünn an Überraschung vorbei.

Viel hat nicht gefehlt und Jürgen Melzer hätte im sechsten Duell mit Fernando Verdasco seinen zweiten Sieg gefeiert. Melzer musste sich letztlich im Achtelfinale des mit 1,995 Millionen Euro dotierten Sandplatzturniers in Barcelona dem Spanier nach 2:13 Stunden noch mit 6:3,6:7(1),3:6 beugen. Somit wurde es nichts aus dem Viertelfinale bei einem der wichtigsten Vorbereitungsturniere auf die French Open in Paris, dennoch war es eine Bestätigung der ansteigenden Form auf Asche.

Mit 6:3,5:4 hatte Melzer geführt und lag bei Aufschlag Verdasco mit 0:30 voran. Doch der starke Spanier überstand die brenzlige Situation, glich zum 5:5 aus und dominierte in der Folge das Tie-Break mit 7:1. Trotz des Satzgleichstands startete Melzer aber erneut stark in den entscheidenden Satz und nahm dem als Nummer fünf gesetzten Favoriten gleich den Aufschlag ab. Mit 2:0 und 3:1 ging Melzer noch in Führung, danach übernahm aber wieder Verdasco das Kommando.

Der Top-Ten-Mann glich zum 3:3 mit dem Rebreak aus, überstand im siebenten Game eine weitere Breakchance von Österreichs bestem Tennisspieler und setzte sich letztlich noch sicher mit 6:3 durch. Für Melzer freilich bitter, hätte ihm dieser Sieg doch wichtige Punkte im Kampf um die angestrebte Top-20-Platzierung gebracht. Im Viertelfinale hätte mit dem Esten Ernests Gulbis zweifelsfrei auch ein bezwingbarer Gegner gewartet.

Melzer ist knapp ein Monat vor Beginn der French Open in Roland Garros aber auf dem richtigen Weg zur Sandplatz-Form. Nach seinem Doppel-Einsatz in Barcelona geht es für ihn kommende Woche im Foro Italico von Rom weiter.