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Österreich mit stärkstem Team gegen Deutschland

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Davis Cup-Kapitän Schaller nominierte Melzer, Koubek, Peya und Knowle für den Länderkampf in Garmisch.

Österreichs Davis-Cup-Team spielt in der nächsten Woche vom 6. bis 8. März mit dem Kader Jürgen Melzer, Alexander Peya, Stefan Koubek und Julian Knowle gegen Deutschland um den Aufstieg in das Weltgruppen-Viertelfinale. Diese erwartete Entscheidung traf am Dienstag ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller. Sein deutscher Widerpart Patrik Kühnen legte sich indes auf Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer, Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner fest.

Vorteil im Doppel
"Das ist die Mannschaft mit den größten Erfolgsaussichten", begründete Schaller seine Nominierung für die im Olympia-Eissportzentrum des Wintersportorts angesetzte Begegnung. "Viel wird davon abhängen, ob es uns gelingt, am ersten Tag einen Punkt zu holen. Im Doppel sehe ich mit dem Duo Knowle und Melzer einen kleinen Vorteil auf unserer Seite." Es wird um Österreichs vierten Einzug in ein Weltgruppen-Viertelfinale gehen.

Koubek wieder dabei
Nach dem Verzicht auf Daniel Köllerer lag die Zusammensetzung von Schallers Team auf der Hand, da der Vorarlberger Martin Fischer für solch ein Prestige-Duell wohl noch nicht so weit ist. Dafür kann der Coach nun wieder auf die Routine Koubeks zählen. Der Kärntner hatte im Herbst beim 3:2 gegen Großbritannien wegen seiner Verletzungspause in Folge eine Bandscheiben-Operation gefehlt.

"Stefan ist auf dem Weg zurück", erklärte Schaller. "Er ist ein Spieler, auf den ich nicht verzichten will, und der mit seiner Erfahrung sehr wertvoll für die Mannschaft ist." Der 32-jährige Villacher rangiert derzeit aufgrund seiner halbjährigen Spielpause 2008 zwar nur auf Weltranglisten-Position 266, hat aber erst am Montag in Delray Beach mit einem 6:4,6:3 gegen den Ranking-73. Bobby Reynolds gezeigt, dass er im Grunde locker schon wieder die Qualität eines Top-100-Spielers hat.

Bonus für Peya
Peya (ATP-176.) hat sich gegen Großbritannien einen Bonus erspielt, indem er den entscheidenden Punkt zur Weltgruppen-Zugehörigkeit gemacht hat. Schaller: "Er hat Nerven bewiesen. Sollte im Einzel etwas passieren, kann man auf ihn zählen - vor allem in der Halle auf Hardcourt." Als guter Doppelspieler steht der Wiener auch als Alternative für das Doppel bereit.

Dafür werden Knowle/Melzer freilich erste Wahl sein, auch wenn sie heuer noch kein Match gemeinsam gewonnen haben und dieser Negativ-Lauf auch durchaus am Mittwoch in Dubai prolongiert werden könnte. Um die Klasse des 34-jährigen Knowle (ATP-20.) gibt es spätestens seit seinem US-Open-Sieg 2007 aber keine Zweifel. Melzer (ATP-32.) jedoch kassierte in Dubai am Dienstag mit seiner Auftakt-Niederlage gegen den Franzosen Julien Benneteau seine dritte Auftakt-Niederlage in Folge.

Verletzter Kiefer am Start
Deutschlands bekanntestes Team-Mitglied hat hingegen heuer auf der ATP-Tour noch gar keine Bilanz stehen. Denn Kiefer hatte sich Anfang Jänner beim Hopman-Cup in Perth einen doppelten Bänderriss sowie einen Sehnenanriss im rechten Knöchel zugezogen. Seine Nominierung kommt aber nicht ganz überraschend, denn schon Anfang vergangener Woche hatte er sich auf seiner Homepage http://www.nicolaskiefer.de für den Davis Cup bereit erklärt.

Schaller: "Kiefers Einberufung macht unsere Aufgabe mit Sicherheit noch schwieriger. Mit drei Top-40-Spielern haben die Deutschen im Einzel viele Varianten." Schüttler ist ATP-31., Kiefer -33., Kohlschreiber -39., Petzschner als Standard-Doppelpartner Peyas auf der Tour 80. im Einzel-Ranking. Kühnen: "Gegen Österreich wird das derzeit stärkste deutsche Team auf dem Platz stehen." Tommy Haas hatte bereits bei den Australian Open seine Absage mitgeteilt.

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