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USA in stärkster Besetzung gegen Österreich

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USA mit Andy Roddick, James Blake und den Bryan-Brüdern: Davis-Cup-Duell gegen Österreich wird ernst genommen.

Für den großen Davis-Cup-Heimschlager Österreich gegen die USA vom 8. bis 10. Februar im Wiener Dusikastadion kennt man seit Dienstag auch die Protagonisten. Der Rekordsieger und Titelverteidiger kommt mit den beiden Top-Ten-Spielerin Andy Roddick und James Blake sowie dem weltbesten Doppel Bob und Mike Bryan in die Bundeshauptstadt. ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller nominierte seinerseits Stefan Koubek, Jürgen Melzer, Werner Eschauer und Julian Knowle für das Erstrunden-Treffen der Weltgruppe.

"Kompliment für uns"
"Die USA sind Titelverteidiger, sie kommen mit dem kompletten Team. Sie sind voll motiviert und nehmen uns ernst. Für uns ist das eigentlich ein Kompliment, dass sie so anreisen", meinte Österreichs derzeitige Nummer 1, Stefan Koubek. Der 31-jährige Kärntner, den zuletzt in der dritten Runde gegen Paul-Henri Mathieu (FRA) nur zwei Punkte vom Achtelfinale bei den Australian Open getrennt hatten, bekam von Kapitän Schaller schon vorweg das Vertrauen ausgesprochen und wurde bereits als Fixstarter im Einzel genannt.

Schaller hat Koubeks Auftritte in Melbourne aus der Ferne im TV verfolgt. "Es ist schön, dass er die Form aus dem Herbst mitgenommen hat. Wenn er dieses Niveau auch beim Davis Cup halten kann, können wir uns auf sehr spannende Partien von ihm freuen", so der Kapitän, dessen Team erstmals am kommenden Dienstag im Dusikastadion trainieren wird. Man werde den Sandplatz im für 6.500 Zuschauer geplanten Stadion allerdings nicht zu langsam machen. Das US-Team kommt ab Sonntag in Etappen.

Voraussetzungen passen
"Die Voraussetzungen sind gut wie lange nicht. Durch den Standort, das Interesse und den attraktiven Gegner, aber auch durch die Form unserer Spieler, speziell Stefan Koubek an der Spitze", meint Schaller, der freilich die Favoritenrolle klar an die Gäste abgibt. "Wir sind natürlich der Außenseiter in dieser schwierigen Partie, aber ich glaube, die Aufstellung der Amerikaner zeigt, wie viel Respekt uns der Gegner entgegenbringt." Man wolle diesen Respekt auch bestätigen. "Vielleicht gelingt auch die Überraschung und die Sensation."

Bekannter Schauplatz
Veranstalter Herwig Straka sprach in Sachen Kartenvorverkauf von einer bisher 50-prozentigen Auslastung an allen drei Tagen. "Wir rechnen zumindest am Freitag mit einem sehr gut besuchten bis vollen Haus", so der Steirer, dessen Team am Dienstagabend unmittelbar nach Ende des Leichtathletik-Meetings mit den Umbauten im Dusikastadion beginnen sollte. Der legendäre Schauplatz aus Zeiten eines Thomas Muster wird ja erstmals seit 12 Jahren wieder einen Davis Cup in Wien beherbergen, der Platz wurde allerdings um 90 Grad gedreht und ermöglicht es dem Publikum daher, wesentlich näher am Court zu sitzen.

Knowle fit
Auch hinter dem Antreten von Julian Knowle im Doppel steht an sich kein Fragezeichen mehr. "Ich habe ein MRI am Kopf gemacht, da war alles in Ordnung. Ich habe aber noch Probleme mit dem Druckausgleich und mit dem Golfer-Ellbogen." Darum reist der Vorarlberger am Mittwoch zu einer Behandlung bei Mohamed Khalifa nach Hallein. Im schlimmsten Fall, so Knowle, werde er sich für diese Partie fitspritzen lassen.

Selbst wenn Koubek und Melzer Hartplatz als ihren Lieblingsbelag nennen, hat man in diesem Fall nach der unangenehmsten Variante für die Gäste gesucht. Schaller: "Es galt primär, die Amerikaner so gut es geht zu schwächen." Zwar können Roddick und auch die Bryan-Zwillinge auf Sand sehr gut spielen, aber ausgerechnet James Blake, der in Melbourne mit einem Viertelfinale am besten abschnitt, fühlt sich auf Sand gar nicht so wohl. Und dies wird wohl der Ansatzpunkt zur möglichen Überraschung sein.

Tsonga vor Debüt für Frankreich
Australian-Open-Finalist Jo-Wilfried Tsonga steht vor seinem Davis-Cup-Debüt für Frankreich. Der 22-Jährige wurde am Dienstag von Kapitän Guy Forget für die Erstrundenbegegnung gegen Rumänien in Sibiu einberufen. "Ich darf für Frankreich spielen. Damit ist ein Traum wahr geworden", kommentierte die neue Nummer 18 der Weltrangliste.

Das französische Team für den Länderkampf von 8. bis 10. Februar komplettieren Top-Ten-Spieler Richard Gasquet und die Doppelpaarung Michael Llodra und Arnaud Clement, die in Melbourne im Finale gestanden waren.

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