Tour de France

Van Avermaet feiert Doppelschlag

Der Belgier schnappt sich den Etappensieg und die Gesamtführung.

Greg van Avermaet hat auf der 5. Etappe der Tour de France die Gunst der Stunde genützt und einen Doppelschlag gelandet. Der 31-Jährige gewann wie schon im Vorjahr eine hügelige Etappe, diesmal von Limoges nach Le Lioran (216 km), und übernahm nach dem Solosieg mit über fünf Minuten Vorsprung die Gesamtführung.

Der bisherige Spitzenreiter Peter Sagan kam abgeschlagen ins Ziel. "Mit einem Sieg das Gelbe Trikot zu holen, das erlebt man einmal im Leben", freute sich Van Avermaet, der vor fünf Jahren im Juli noch Tagessieger der Ö-Tour in Bruck an der Leitha gewesen war. "Heute hat alles perfekt geklappt, aber ich habe auch sehr gelitten."

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Nach vier Massensprints kamen diesmal drei Ausreißer einer ursprünglich neunköpfigen Spitzengruppe durch, als die Radprofis erstmals auch Bergwertungen der 2. Kategorie bewältigen mussten. Auf den fünf, maximal sieben Kilometer langen Anstiegen auf den letzten 60 Kilometern fand Klassiker-Spezialist Van Avermaet ein ideales Terrain vor.

Quintanas Team verschärfte Tempo

Während sich die Anwärter auf den Gesamtsieg ruhig auf das Finale vorbereiteten, holte die Fluchtgruppe mehr als 13 Minuten Vorsprung heraus. 17 Kilometer vor dem Ziel ließ der heurige Gewinner von Tirreno-Adriatico auch den letzten Mitstreiter hinter sich. Er gewann 2:34 Minuten vor seinem Landsmann Thomas de Gendt.

Vorjahressieger Christopher Froome (GBR) und Nairo Quintana (COL), dessen Movistar-Kollegen im Finale für hohes Tempo sorgten, hatten je 5:07 Minuten Rückstand. In der Gesamtwertung rangiert das Top-Duo vor dem leichteren Abschnitt am Donnerstag auf den Rängen fünf bzw. sieben, je 5:17 Minuten zurück.

Mitfavoriten verloren an Boden

Der Tempoverschärfung hatten u.a. zunächst Weltmeister Sagan und Ex-Toursieger Vincenzo Nibali (ITA) und später auch Alberto Contador Tribut zollen müssen. Der schon zweimal gestürzte Spanier büßte weitere 33 Sekunden ein und hat als Gesamt-25. schon 6:38 Minuten Rückstand.

Der Niederösterreicher Patrick Konrad erreichte das Ziel gut fünf Minuten hinter der Gruppe der Asse als 45. und gemeinsam mit Fränk Schleck (LUX). In der Gesamtwertung rangiert der 24-jährige Tour-Debütant als Bester des Österreicher-Quartetts an der 39. Stelle (+10:45).