Papa Thiem: So wird Domi die Nummer 1

Angriff 2020

Papa Thiem: So wird Domi die Nummer 1

Angriff: Nach Australian-Open-Finale ist Dominic Thiem an den Top 3 so nah dran wie noch nie.

Am Tag nach der Ankunft aus Australien hatte Thiem-Papa Wolfgang oe24.TV einen Besuch abgestattet und berichtet: "Das waren unglaubliche zwei Wochen." Leider hat es auch im 3. Grand-Slam-Finale, dem ersten eines Österreichers in Melbourne, nicht für den Coup gereicht, im Finale verlor Dominic gegen den Weltranglisten-1. Novak Djokovic - trotz 2:1-Satzführung :"Wenn ich ganz ehrlich bin, nach dem dritten Satz habe ich mir gedacht, das könnte sich ausgehen", hadert Wolfgang.

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Thiem-Papa sieht Sohnemann auf dem richtigen Weg

Nach Mini-Pause geht's nach Rio

Dennoch: Der Höhenflug des Sohnes ist kaum noch zu bremsen. Insgesamt 1 Million Euro mussten die Eltern für die Karriere in die Hand nehmen, sogar eine Wohnung der Großeltern verkaufen. "Es hat sich ausgezahlt", weiß Wolfgang. 22,4 Millionen Euro Preisgeld hat Dominic bisher kassiert. Später, glaubt Wolfgang, dass sein Sohn das Geld in eine eigene Akademie investiert. Kurzfristiger Karriereplan: Nummer 1 der Welt. "Dafür muss er bei den großen Turnieren noch besser spielen", so Wolfgang. "Vielleicht klappt es noch heuer." Nach der Mini-Pause reist Thiem am Donnerstag (13. Februar) nach Südamerika und schlägt wieder beim ATP-500-Sandplatzurnier in Rio auf (17.  - 23. Februar).

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Thiem bei der Pressekonferenz in Schwechat

Auf das erste Major des Jahres blickt Thiem selbst positiv zurück, die Trennung von Coach Thomas Muster beschäftigt ihn nicht mehr. "Es sind sehr viele schöne Erinnerungen passiert mit einem ganz kleinen Makel", führte der 16-fache Turniersieger bei seiner PK nach den Australian Open aus. "Es war ein super Finale, ich glaube, ich bin meinem großen Ziel wieder ein bisschen nähergekommen. Einerseits ist es (die Finalniederlage, Anm.) eine Enttäuschung, andererseits eine Riesen-Motivation für die nächsten großen Turniere."

Angriff auf Weltrangliste

Sein Level habe er über die zwei Turnierwochen sehr gut gehalten, inklusive seiner Leistung im Endspiel. "Ich habe mein Tennis im Finale so gespielt, wie ich es die meisten Tage im Jahr abrufe", erklärte Thiem. Sein Training werde er in vier, fünf Tagen aufnehmen, nicht viel ändern, die Stärken stabilisieren, damit die Aufs und Abs möglichst einmal ganz weg seien. Die Motivation sei da, ausschließlich Niederlagen in seinen bisherigen drei Grand-Slam-Finali sehe er nicht als Last.

Auch gebe ihm Hoffnung, dass Andy Murray seine ersten vier Major-Endspiele verloren hatte, ehe er drei große Triumphe auf dieser Ebene gefeiert hat. Als sehr wichtig für seine weitere Entwicklung wiederum sieht Thiem den Sieg über Rafael Nadal im Viertelfinale, den ersten über den Spanier bei Majors. Dazu komme, dass er nun wisse, was es braucht, um bei großen Turnieren das beste Tennis abzurufen. Thiem: "Es dauert eine Zeit, bis man weiß, was das Wichtigste für einen ist."

Und dann ist da noch die realistische Möglichkeit, bald erstmals auf Weltranglistenplatz drei vorzustoßen. Das hätte für ihn eine gewisse Bedeutung. "Es würde mich freuen, wenn es klappt. Im Normalfall sollte es auch passieren, da (Roger) Federer sehr viele Punkte zu verteidigen hat", verdeutlichte Thiem. Sein Hauptziel sei Rang drei aber nicht. "Das Hauptziel ist, dass ich auf dem Level wie in Australien spiele, dann sollte das mit dem Ranking automatisch kommen."