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Sieg gegen Sock

Thiem stürmt in dritte Runde der French Open

Dominic Thiem besiegt US-Amerikaner Jack Sock und steht in der dritte Runde der French Open.

Viel hätte nicht gefehlt, und er hätte seinen ersten Satz im Turnierverlauf abgeben. Dennoch hat Dominic Thiem am Mittwoch ohne Satzverlust die dritte Runde der mit 38,41 Mio. Euro dotierten French Open erreicht. Der US-Open-Sieger und Vorjahres-Finalist besiegte den US-Amerikaner Jack Sock nach 2:22 Stunden mit 6:1,6:3,7:6(6). Der 27-jährige Niederösterreicher musste dabei im dritten Durchgang bei 3:6 im Tiebreak drei Satzbälle abwehren.

Thiem trifft nun am Freitag auf den Sieger des Duells zwischen dem Norweger Christian Ruud und dem US-Amerikaner Tommy Paul (derzeit im Gange).

"Ich habe ein bisserl einen minimalen Energieabfall gehabt im dritten Satz. Vor allem wie ich zweimal die Break-Führung vergeben habe. Die ersten zwei Sätze waren echt gut, wobei man sagen muss, dass er den ersten komplett verschlafen hat", analysierte Thiem noch auf dem Platz im ORF-TV-Interview.

 

 

Thiem ärgerte sich vor allem darüber, dass er bei 2:1 und bei 4:3 jeweils das zuvor geschaffte Break nicht bestätigen konnte. "Vor allem das zweite Rebreak darf ich nie bekommen nach 40:15 und einer leichten Vorhand. Dann war ich ein bisserl glücklich am Ende, dass ich die drei Satzbälle abwehre", war Thiem erleichtert. "Ich bin froh, dass ich nicht in einen vierten gehen musste."

Thiem: "Nirgends Probleme"

Den Schwung aus New York habe er gut mitgenommen. "Vom Selbstvertrauen und vom Spielerischen her ist alles top. Ich fühle mich sehr wohl bei den Schlägen, fühle mich auch schnell und habe nirgends Probleme. Aber natürlich renne ich die ganze Zeit auf einem sehr hohen Spannungsgrad bis auf die leichte Auszeit zu Hause. Ich muss schauen, dass ich mit der Energie gut haushalte", lautet Thiems Vorgabe für das weitere Turnier.

© gepa

Der zweite noch im Einzel-Bewerb befindliche Österreicher, Jurij Rodionov, musste sich nach hartem Kampf und nach zwei medizinischen Timeouts dem Slowaken Norbert Gombos nach 2:49 Stunden mit 2:6,6:2,6:7(4),4:6 beugen. Der Lauf des 21-Jährigen ist damit vorbei. Rodionov hatte sich zunächst erstmals qualifiziert und dann in Runde eins gegen Jeremy Chardy (FRA) einen 0:2-Satzrückstand aufgeholt sowie einen Matchball abgewehrt, ehe er nach fast vier Stunden in fünf Sätzen gewonnen hatte.

Top-Start gegen Sock

Für Thiem lief es am Mittwoch von Anfang rund. Er startete wie zum Auftakt gegen Marin Cilic (CRO) sofort mit einem Break gegen den US-Amerikaner und zog mit einem zweiten innerhalb von 19 Minuten auf 4:1 davon. Schon nach 25 Minuten hatte der zweifache Roland-Garros-Finalist Satz eins in der Tasche - mit einem dritten Break zum 6:1. Im zweiten Satz bot Sock mehr Gegenwehr, hielt bis ins achte Game mit, ehe Thiem den dritten Breakball zum 5:3 verwertete. Nach 73 Minuten verwertete der Weltranglisten-Dritte den dritten Satzball zur 2:0-Satzführung.

© gepa

Im dritten Satz gelang Thiem zum 2:1 neuerlich ein frühes Break, musste dann überraschend postwendend erstmals sein Service abgeben. Bei 2:3 musste er dann einen Breakball des ehemaligen Weltranglisten-Achten abwehren. Als er das Break zum 4:3 schaffte, schienen die Weichen bei 40:15 zwei Bälle vom 5:3 entfernt gestellt. Doch Sock schaffte das Rebreak, rettete sich ins Tiebreak und stand da bei 6:3 sehr knapp vor dem vierten Satz. Thiem schaffte es aber, Kraft für die nächste(n) Aufgabe(n) zu sparen.

Drama bei Rodionov-Match

Bei Rodionov verlief das Match nach verpatztem Auftaktsatz (2:6 in 26 Minuten) durchaus wieder mit etwas Drama. So musste der gebürtige Nürnberger mit weißrussischen Wurzeln im vierten Game des zweiten Durchgangs eine medizinische Auszeit nehmen und entfernte auch die Verbände von beiden Oberschenkeln. Danach gelang Rodionov vorerst die Wende und nach 72 Minuten der Satzausgleich.

Durchgang drei verlief spannend, Rodionov holte neuerlich den Physio auf den Court und ließ sich diesmal in Rückstand liegend am Rücken behandeln. Er egalisierte ein 2:4, kam ins Tiebreak, das er vorentscheidend mit 4:7 abgeben musste. Bis zum 5:4 für Gombos hielt Rodionov aber noch mit, dann musste er zum 4:6 das Service und auch das Match abgeben. Gombos nutzte den ersten Matchball.

 

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