Mega-Skandal
Wettbetrug bei 0:6-0:6-Debakel?
Ein Profimatch der ITF-Tour, der dritthöchsten Spielklasse, sorgte für Aufsehen in der Tennis-Szene. Der Ukrainer Artem Bahmet ging gegen den Thailänder Krittin Koaykul mit 0:6 und 0:6 sang- und klanglos unter. Das Mitleid hielt sich allerdings in Grenzen: In einem Video, das auf Twitter veröffentlicht wurde, sah man Bahmets nicht vorhandene Tennis-Künste.
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"Mit Wetten Reise nach Doha finanziert"
Wenige Tage nach dem Skandalspiel beim 15.000-Dollar-Turnier werden die Hintergründe der kuriosen 0:6, 0:6-Niederlage bekannt.
Ein Freund von Bahmet, Nikolay Trusch, ist Mitarbeiter des Wettblogs "Montecristo-Bet". "Mit Wetten auf dieses Match haben wir eine Reise für uns beide nach Doha finanziert", prahlte Trusch auf sozialen Medien. Rund 3000 Euro soll er mit diesem "Show-Match" gemacht haben.
Wie konnte ein Tennis-Anfänger bei Profi-Tunier starten?
Bahmet beantragte als Vereinsmitglied mit registrierter Spieler-Nummer eines Tennisvereins eine IPIN und rutschte in Doha von der Warteliste von Platz 44 in den Qualifikationsbewerb. Ist man vor Ort, rutscht man schnell in die Qualifikation.
Die Anti-Korruptionsagentur „Tennis Integrity Unit“ beschäftigt sich mittlerweile mit diesem Fall. Ob es Konsequenzen geben wird, von Seiten des Tennis-Weltverbands ist noch nicht bekannt.
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