ÖSV-Mixed-Staffel bei Premiere 7.

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ÖSV-Mixed-Staffel bei Premiere 7.

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Gold in der Mixed-Staffel geht an Norwegen vor Deutschland und Frankreich.

Die österreichischen Biathleten haben bei ihrer WM-Premiere im Mixed-Staffelbewerb die Erwartungen übertroffen. Iris Waldhuber, Ramona Düringer, Dominik Landertinger und Christoph Sumann klassierten sich am Donnerstag im ersten Bewerb der Titelkämpfe in Chanty-Mansijsk im Feld von 26 Nationen auf dem guten siebenten Rang. Der WM-Titel ging bei erträglichen Temperaturen von minus zehn Grad an Norwegen, das sich vor Titelverteidiger Deutschland und Frankreich durchsetzte.

"Starkes Ergebnis"
Österreichs Herrencheftrainer Reinhard Gösweiner, der im Idealfall mit einem Top-Ten-Platz spekuliert hatte, freute sich über den gelungenen WM-Auftakt. "Platz sieben ist ein starkes Ergebnis. Wir haben einige Top-Nationen hinter uns gelassen", betonte Gösweiner. Er trauerte aber auch ein wenig dem verpassten sechsten Rang nach, der zur Teilnahme an der Siegerehrung berechtigt hätte. "Das wäre schön gewesen, aber die Mannschaftsleistung heute war gut", befand Gösweiner.

Ausgerechnet Sumann patzte
Den möglichen sechsten Platz vergab ausgerechnet Routinier Sumann. Der Olympia-Zweite patzte als Schlussläufer bei der Stehendeinlage und musste als einziger seines Teams in die Strafrunde. "Die vermeintliche Schwachstelle - die Damen - haben sich bravourös aus der Affäre gezogen und der alte Trottel am Schluss hat eine Strafrunde geschossen", meinte der Olympia-Zweite mit einem Augenzwinkern. Er müsse sich nun wohl bei den Damen entschuldigen. Seine Gesamtbilanz fiel aber positiv aus. "Der siebente Platz ist sehr hoch einzuordnen. Es sind ja alle in Bestbesetzung angetreten."

ÖSV-Damen überraschten
Die im Weltcup in dieser Saison noch nie in die Punkteränge gelaufenen Damen schlugen sich beachtlich. Waldhuber (1 Nachlader) und Düringer (3) erfüllten Sumanns "Vorgabe", ohne Strafrunde zu bleiben, und riefen auch in der Loipe ihr Potenzial ab. Waldhuber übergab als 13. an ihre Teamkollegin, die sich sogar auf Platz neun vorarbeitete. "Ich war nervös am Start, aber das Rennen war dann gut. Ich bin zufrieden, der Auftakt passt gut so", meinte WM-Debütantin Düringer.

Landertinger kommt wieder in Form
Zufrieden mit seiner Vorstellung konnte auch Landertinger sein, der mit lediglich einem Nachlader und starker Laufleistung überzeugte. "Mit dem Ergebnis können wir voll zufrieden sein, dass wir nicht um Gold mitlaufen war klar. Platz sieben bei der Dichte ist ein gutes Ergebnis", erklärte der Tiroler, der als Achter übergeben hatte. Schlussläufer Sumann machte dann trotz Strafrunde wie Landertinger noch eine Position gut.

Alle Topstars am Start
Die Ansetzung des Bewerbes als WM-Auftakt und der folgende Ruhetag vor dem Sprint am Samstag hatten dazu beigetragen, dass erstmals bei einer Mixed-Konkurrenz sämtliche Nationen alle ihre Topathleten an den Start schickten. Die seit 2007 bei Weltmeisterschaften ausgetragene gemischte Staffel hat gute Chancen, in das Olympiaprogramm aufgenommen zu werden. Ein IOC-Vertreter machte sich am Donnerstag vor Ort ein abschließendes Bild, ehe im Frühjahr die Entscheidung fällt. "Aus meiner Sicht sieht es sehr gut aus", sagte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch zu den Aussichten, dass es bereits in 2014 in Sotschi einen elften Biathlon-Bewerb geben könnte.

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