schlieri jubel

Teamfliegen

Schlierenzauer wieder mit neuem Rekord

ÖSV-Adler nach toller Aufholjagd noch Dritte im Teamfliegen. Schlierenzauer stellt mit 233,5 wieder neuen Rekord auf.

Die Siegchance im Teambewerb auf der Flugschanze von Planica ist am Samstag für das österreichische Quartett nach einem Absturz von Martin Koch schon nach dem Startspringer dahin gewesen. Weltmeister und Vortagssieger Gregor Schlierenzauer bot den rot-weiß-roten Fans aber ein weiteres Mal eine tolle Vorstellung und flog neuerlich auf eine ÖSV-Bestmarke von 233,5 Meter. Der 18-jährige Tiroler verbesserte damit seine Weite vom Freitag um einen Meter und sicherte dem ÖSV-Team mit 225,5 m im zweiten Durchgang als Schlussspringer Rang drei.

Norwegen überlegen
Die Weltcup-Teamkonkurrenz ging wie schon die beiden anderen des Winters an Norwegen (1.715,1 Punkte). Die Norsker gewannen überlegen vor Finnland (1,615,1). Das ÖSV-Team (1.482,1), das sich nach dem verpatzten Sprung von Koch kontinuierlich nach vorne arbeite, ergatterte dank des überragenden Schlierenzauer, sowie eines zu kurzen Sprungs des bis dahin drittplatzierten Slowenen noch mit dem letzten von acht Sprüngen den Podestplatz.

Die Österreicher landeten nach Rang zwei in Kuusamo und Platz drei in Willingen auch bei der dritten Weltcup-Teamkonkurrenz auf dem Stockerl und stellte mit nunmehr 6.497 Punkten auch einen neuen Nationen-Punkterekord auf.

Schlieri fliegt Konkurrenz davon
Schlierenzauer verpasste den Weltrekord des Norwegers Björn Einar Romören im ersten Durchgang bei idealen Bedingungen um 5,5 Meter. "Beim neuen Rekord bin ich wieder sehr gut geflogen", betonte der Tiroler. "schauen wir mal, wie weit die Jury morgen springen lässt, ein paar Meter sind sicher noch drinnen", meinte Schlierenzauer zu einem möglichen Weltrekord beim Saisonabschluss (10.15 Uhr) am Sonntag.

Koch patzte
Vizeweltmeister Koch hatte die Hoffnungen der Teamweltmeister von Obertsdorf auf einen Podestplatz schon mit dem ersten Sprung in weite Ferne rücken lassen, der Kärntner landete bei schwierigen Windverhältnisse bei lediglich 105,5 Metern. Neben Koch hatten auch Weltcupsieger Thomas Morgenstern und Andreas Kofler beim jeweils ersten Versuch nicht mit den Tagesbesten mitgehalten und so lagen die Österreicher nur auf Zwischenrang sechs.

Aufholjagd
Im zweiten Durchgang rehabilitierte sich Koch mit einem Satz auf 212,5 Meter und Morgenstern (201) mit seinem bisher weitesten Sprung des Wochenendes. Koflers Flug auf 185,5 m ließ die aufkommenden Hoffnungen wieder schwinden, ehe der Teenager aus Tirol und Sloweniens Schlussspringer Damjan doch noch für den 38. Weltcup-Podestplatz der Saison für das ÖSV-Team sorgte. "Das Glück war nicht auf unserer Seite, der Martin (Anm.: Koch) hatte Pech mit dem Wind", meinte Schlierenzauer zum dritten Platz. Die siegreichen Norweger wären aber auch sonst wohl nicht zu erreichen gewesen.

Abschiedsflug von "Swider"
Ex-ÖSV-Rekordhalter Andreas Widhölzl zeigte bei seinem Abschiedssprung auf 213,5 m in der Pause des Bewerbs außer Konkurrenz seinen 60. 200-m-Flug und trat somit würdig von der Wettkampfbühne ab. "Der Flug war total schön, ich habe den letzten Sprung sehr genossen. Ich werde das Ganze schon ein wenig vermissen", erklärte der 31-jährige Tiroler, dem die Jury einen etwas längeren Anlauf gewährt hatte.

Endergebnis
1. NORWEGEN 1.715,1 Punkte
Tom Hilde 217,5 m/212,5 m - Anders Jacobsen 219,5/210,5Anders Bardal 232,5/213,5 - Björn Einar Romören 220,5/216,5

2. FINNLAND 1.615,1
Janne Happonen 218,5/227,5 - Matti Hautamaeki 207,5/211,5Jussi Hautamaeki 180,5/191,5 - Janne Ahonen 224,5/204,0

3. ÖSTERREICH 1.482,1
Martin Koch 105,5/212,5 - Thomas Morgenstern 200,0/201,0Andreas Kofler 204,5/185,5 - Gregor Schlierenzauer 233,5 (ÖR)/225,5

Nationencup
1. Österreich 6.497 Punkte (neuer Rekord)
2. Norwegen 5.194
3. Finnland 3.504
4. Schweiz 1.710
5. Deutschland 1.637