ÖSV-Speed-Herren enttäuschen in Beaver Creek

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ÖSV-Speed-Herren enttäuschen in Beaver Creek

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ÖSV seit 2013 auf Raubvogelpiste ohne Weltcup-Abfahrtspodest.

Beaver Creek. Enttäuschend fiel das Ergebnis für Österreichs Ski-Abfahrer in Beaver Creek aus. Kriechmayr, der als Favorit zum Sieg galt wurde als bester heimischer Skirennläufer Fünfter. 

Die Schweiz feierte einen Doppel-Sieg: Beat Feuz siegte mit der Zeit von 01:13.59 Minuten, vor seinem Landsmann Mauro Caviezel + 00.07. Auf Rang Drei raste der Norweger Aksel Lund Svindal. Bei den ÖSV-Läufern landete Reichelt auf Rang 7 und Max Franz auf der 12.  

Feuz durfte nach drei zweiten Plätzen über seinen ersten Abfahrtssieg in Colorado jubeln. Er tat es mit Verzögerung, denn nach seinem Lauf hatte er noch gezweifelt. "Nach meinem Gefühl reicht diese Fahrt nicht für den Sieg", hatte der 31-Jährige gesagt. Er wusste aber auch um einen wichtigen Baustein für seinen Erfolg. "Die Strecke liegt mir schon lange, aber das ekelhafte Flachstück zu Beginn hat mir bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht", meinte Feuz im ORF-TV-Interview. Dieser Abschnitt wurde wegen möglichen Windes und des angekündigten Schneefalls diesmal gestrichen.
 

Kriechmayr mit günstiger Startnummer

Kriechmayr vermochte trotz günstiger Startnummer drei daraus kein Kapital zu schlagen. Der 27-Jährige, der in Colorado im Vorjahr seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte (Super-G), stufte seinen Fahrstil für diese Bedingungen im Nachhinein als etwas zu aggressiv ein. "Die Piste war sehr weich, das ist ungewohnt für Beaver. Es wäre lockerer gegangen, aber es ist ganz okay." Der Vierte von Lake Louise hatte im oberen Teil schon geglaubt, eingefädelt zu haben, als er ein Tor engstmöglich passierte.
 
Die ÖSV-Läufer warten damit schon seit 2013 (Hannes Reichelt Zweiter) auf einen Abfahrtspodestplatz in Beaver Creek, der Oberösterreicher Kriechmayr lag 0,18 Sekunden hinter dem drittplatzierten Aksel Lund Svindal. Der Norweger hat vier Abfahrtsrennen auf der Raubvogel-Piste gewonnen, darunter die letzten zwei, und schaffte am Freitag seinen bereits siebenten Podestplatz.
 
Von den weiteren ÖSV-Läufern schaffte es nur noch Hannes Reichelt (+0,45) als Siebenter in die Top Ten. Max Franz (+0,90), der Saison-Auftaktsieger in Lake Louise, und Matthias Mayer (0,91) landeten an der 13. bzw. 15. Stelle. Otmar Striedinger, der im einzigen Training Bestzeit markiert hatte, büßte 1,16 Sekunden ein.
 

Dreßen stürzte schwer

Oben hatte der Deutsche Thomas Dreßen bereits beim ersten Sprung leider leichte Rücklage, fing sich aber sofort und war wieder in der Spur. Unten stimmte das Tempo, da hatte er die klare Bestzeit inne! Doch im Vollspeed kippt der 25-Jährige leicht nach innen, danach griff ganz kurz der Ski, sodass Dreßen das Gleichgewicht verlor und in die Fangzäune rutschte. Das sah nicht gut aus uns hörte sich auch nicht gut an - über die Außenmikros hörten wir den Deutschen vor Schmerzen schreien. Jetzt heißt es Hoffen, dass dem größten deutschen Abfahrtstalent keine große Verletzung droht! 

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