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Impf-Wirbel um Slalom-Queen Liensberger

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Ohne Zweifach-Impfung wird der ÖSV im Februar keinen Athleten nach Peking entsenden. 

"Stand jetzt verlangt China die Impfung, oder eine dreiwöchige Quarantäne", sagt Präsidentin Roswitha Stadlober. "Die Quarantäne werden wir niemandem zumuten." Eine Impfpflicht wird es nicht geben, am Ende entscheiden die Sportler zwischen "Piks" oder Olympia. Noch etwas Zeit für diese Entscheidung nimmt sich Katharina Liensberger, die kryptisch meinte: "Zu politisch."  

Starker Auftakt in Sölden

Das erste ÖSV-Podest in Sölden seit 2014 hat Katharina Liensberger zwar um neun Hundertstel verfehlt, als Vierte hatte die Vorarlbergerin aber Hauptanteil daran, dass am Samstag die Vorjahres-Schmach von Österreichs Skifrauen getilgt wurde. Die WM-Dritte, aber auch die letztlich auf Platz 17 gelandete Halbzeit-Dritte Stephanie Brunner waren im ersten Saisonrennen gut für ein Podium gewesen. "Die Präsentation war eine gute", lobte Chefcoach Christian Mitter.

Auch wenn bis auf die hinter den in einer eigenen Liga fahrenden Mikaela Shiffrin und Lara Gut-Behrami sowie Petra Vlhova viertplatzierte Liensberger wieder keine seiner Läuferinnen zwei konstant gute Läufe auf dem Gletscher zuwege brachte. So verbesserte sich Ramona Siebenhofer zwar mit sechstbester Zeit von 20 auf 10, dafür fiel Ricarda Haaser von 10 auf 15 zurück und Brunner stürzte von 3 sogar auf Platz 17 ab. Die nach Bauchmuskel- und Adduktoren-Verletzung noch nicht ganz fitte Vorjahres-Beste Katharina Truppe punktete als 27.

"Echt erleichternd"

Bei Liensberger fiel die Bilanz etwas bittersüß aus, denn die zehnte Laufzeit im Finale genügte nicht für eine Verbesserung. "Es hat nicht ganz gereicht. Ich hoffe, das kommt zurück, die Saison ist ja lang", bedauerte die WM-Dritte aus Vorarlberg das Verpassen des Podiums. Gleichzeitig habe sie aber gute Schwünge zeigen können. "Es war wirklich ein Spaß zu fahren", versicherte Liensberger.

Platz vier sei vor allem die Bestätigung, dass sie in die richtige Richtung gearbeitet habe, betonte Liensberger. "Es ist immer gut, wenn man die Ergebnisse der Vorsaison bestätigen kann. Das ist echt erleichternd."

Davor war Liensberger in Sölden nicht über Platz 16 hinausgekommen. "Auf dem kann man also aufbauen. Es ist schön, wenn die Ergebnisse in die richtige Richtung gehen." Das verpasste Podium sei leicht erklärt. "Mika und Lara haben wirklich was vorgelegt. So habe ich was, woran ich arbeiten kann."
 

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