Der ÖSV sah bisher noch von einem Protest ab

Innauer sieht Ammann-Bindung als "nicht konform"

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Toni Innauer, der Nordische Direktor des ÖSV, hat die Olympischen Spiele in Vancouver/Whistler bisher nur aus der Distanz mitverfolgt. Innauer wird erst am Freitag nach Kanada fliegen. Davor nahm er in der Tiroler Tageszeitung zur aktuellen Diskussion um die Bindung von Skisprung-Olympiasieger Simon Ammann Stellung und erklärte: "Meines Erachtens ist die Bindung nicht regelkonform".

Innauer begründete seine Einschätzung damit, dass "die neue Bindung am 1. Mai bei der Sitzung des Komitees für Ausrichtung und Entwicklung nicht angemeldet wurde. Diese Bindung macht einen so großen Unterschied aus, dass sie angemeldet gehört, sogar anmeldungspflichtig ist." Der 51-Jährige glaubt, dass der Vorteil "durchaus mehrere Meter sein können".

Der nordische ÖSV-Direktor fordert, dass Ammann bei den Bewerben auf der Großschanze auf die neue Bindung verzichtet. "Ammann bekommt die Chance, sich der Sache zu entziehen, indem er auf das alte genehmigte Material auf der Großschanze am Samstag umsteigt und auf das neue Material verzichtet. Dann werden wir keinen Protest einlegen, weil er ein sehr guter Springer ist und auch so die Goldmedaille hätte gewinnen können. Aber wir fordern eine faire Vorgehensweise, weil es hier darum geht, dass mit zweierlei Maßen gemessen wird. Es geht wieder einmal darum, wie man zu den Spielregeln im Sport steht", wird Innauer von der TT zitiert.

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