simon_eder

Nach Pleite

ÖSV-Biathleten sprechen von Betrug

Artikel teilen

Biathlon-Trainer Eder ist sauer! Er erhebt schwere Vorwürfe gegen den Weltverband.

Österreichs Biathleten starteten mit einer schlimmen Pleite. Nachdem Simon Eder (11.), Christoph Sumann (12.), Dominik Landertinger (34.) und Daniel Mesotitsch (45.) im Sprint schwer geschlagen wurden, geht es für sie heute in der Verfolgung (20. 45 Uhr, live ORF 1) nur mehr um die Ehre. Die Rückstände sind einfach zu groß.

Trainer Alfred Eder wettert gegen Weltverband IBU
Jetzt hat der Pleiteauftakt aber ein Nachspiel. Trainer Alfred Eder schießt Giftpfeile Richtung Weltverband IBU ab. Grund: Die Nummernvergabe. Bei Olympischen Spielen dürfen nur zwei Läufer pro Nation in der ersten Gruppe laufen. Alle anderen kriegen höhere Startnummern. Was bei den äußeren Bedingungen auf der Loipe im Whistler Olympic Park fatal war. Dichter Schneeregen während des Rennens sorgte für verrückte Verhältnisse. Unser Bestplatzierter Simon Eder musste als Achter im Weltcup in der zweiten Gruppe und damit weit hinten starten. "Das ist eine Sauerei", schimpfte Trainer-Vater Alfred. "Diese Regel ist mir unerklärlich." Laut Eder wurden die Regeln geändert, doch keiner wisse eigentlich, wozu. Und einmal in Fahrt, lud der Trainer-Guru gleich noch einmal nach. "Die haben früh genug gewusst, was für ein Wetter kommt. Da frage ich mich, warum man das Rennen nicht nach hinten verschoben hat", ärgert sich Eder. Skurril! Gleich nach dem Bewerb riss der Himmel auf und die Sonne strahlte über Whistler.

Für Eder steht fest: "Die haben uns die Medaille gestohlen!" Starker Tobak vor der heutigen Verfolgung.

OE24 Logo