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ÖOC-Enttäuschung Schrott liebt Olympiasieger

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Auf der Laufbahn schwach, in der Liebe schwebt sie auf Wolke sieben.

In London gehörte Beate Schrott sensationell zu den acht besten Hürdenläuferinnen der Welt. Vier Jahre später ist ihr die Weltelite enteilt. Am Dienstag scheiterte sie bei den Olympischen Spielen in Rio klar und deutlich als Vorletzte.

Die Finalistin von 2012 verpasste den Aufstieg in die Vorschlussrunde als Achte ihres Laufes in 13,47 Sekunden. Eine bittere Enttäuschung. Privat läuft es dafür blendend. Nach ihrem Aus stand die 28-Jährige breit grinsend im ORF Rede und Antwort. Der Grund: der Mann neben ihr.

"Es ist etwas ganz Spezielles, jemanden hier im Bewerb zu haben, der ganz vorne ist", meinte Schrott und blickt verliebt zur Seite. Dort stand Christian Taylor, 26, Amerikaner und seit Dienstagnachmittag zweifacher Olympiasieger im Dreisprung (siehe Bild).

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Taylor

(c) APA

Er verteidigte mit 17,24 Metern den Titel und schmachtete seine Herzdame an. "Beate ist ein ganz großartiger Mensch, sie bedeutet mir wirklich viel", so Taylor. Nachdem er gemeinsam mit Schrott seinen Erfolg bejubelte, outeten sich die beiden. Bisher hatte Taylor lediglich als ihr Kollege in der Trainingsgruppe von Rana Reider gegolten.

"Das hat keiner gewusst, weil wir es bis jetzt geheim gehalten haben", so Schrott. Sie wird künftig ihren Lebensmittelpunkt nach Übersee verlegen. "Bei mir wird sich vieles ändern. Ich werde mich jetzt neu aufstellen und stärker zurückkommen", versprach die Österreicherin.

Mit Liebes-Doping zu Höhenflügen?

Mit Reider wird sie nicht mehr zusammenarbeiten: "Es hat, glaube ich, mein System überfordert, ich bin in ein Übertraining gekommen und die Zeiten waren schlecht. Ich habe eine Watschen nach der anderen bekommen." Taylor habe sie in der schweren Zeit wieder aufgerichtet und sei ihr beigestanden.

Nun wolle sie durchstarten. Konkrete Pläne hat sie allerdings noch nicht. "Ich werde mit Christian eineinhalb Monate nach Florida gehen und hoffen, dort einen Trainer zu finden, der mit mir daran arbeitet, mein Leistungspotenzial auszuschöpfen", betonte Schrott.

Mit Liebes-Doping zu neuen Höhenflügen? Privat ist sie der Gold-Medaille jedenfalls künftig ganz nah.

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