Gegen Lucas Hernández und seine Ehefrau wird in Frankreich wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Schwarzarbeit ermittelt. Eine kolumbianische Familie erhebt schwere Vorwürfe – der PSG-Profi bestreitet sie.
Gegen Lucas Hernández, Verteidiger von Paris Saint-Germain, wird wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Schwarzarbeit ermittelt. Ausgangspunkt ist eine Anzeige einer kolumbianischen Familie, die dem ehemaligen Bayern-Profi und seiner Ehefrau massive Ausbeutung vorwirft.
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Anzeige einer Familie
Nach Angaben der Anwältin Lola Dubois sollen Vater, Mutter und drei Kinder rund ein Jahr lang für die Familie von Hernández gearbeitet haben – ohne rechtlichen Schutz und ohne Verträge. Laut Dubois hätten sie zwischen 70 und 80 Stunden pro Woche gearbeitet und dafür rund 2000 Euro bar erhalten. Bezahlter Urlaub oder arbeitsrechtliche Absicherungen habe es demnach nicht gegeben. Die Anwältin spricht von „einer Form moderner Sklaverei“.
Hernández weist Vorwürfe zurück
Lucas Hernández und seine Frau Victoria Triay bestreiten die Vorwürfe. Sie erklärten gegenüber AFP, sie seien „manipuliert“ worden und hätten „niemals in böser Absicht oder gegen das Gesetz verstoßen“. Man sei davon ausgegangen, der Familie zu helfen. Von einem „Vertrauensbruch“ sei die Rede.
Ermittlungen in Frankreich
Die Anzeige wurde Mitte Januar eingereicht und später durch „Paris Match“ öffentlich. Die Ermittlungen führt die Brigade in Saint-Germain-en-Laye. PSG äußerte sich bisher nicht zu dem Fall. Für Hernández ist der Vorgang heikel, da er in der Vergangenheit bereits juristisch in Erscheinung trat, unter anderem wegen eines Falls häuslicher Gewalt.
Karriere des Verteidigers
Der FC Bayern holte Hernández 2019 für die damalige Bundesliga-Rekordablöse von 80 Millionen Euro aus Madrid. 2023 wechselte er zu PSG. Jetzt drohen dem Weltmeister von 2018 ein Imageschaden und mögliche rechtliche Konsequenzen. Der Ausgang der Ermittlungen ist offen.