Olympia-Pleite kostete 20 Millionen

Verbände kassierten

Olympia-Pleite kostete 20 Millionen

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Herausgekommen ist dabei nur eine Medaille in Bronze.

Die Summen sind stattlich, das Resultat eher mager. Insgesamt 20 Millionen Euro stellte das Sportministerium für das „Projekt Rio 2016“ zur Verfügung. „Mr. Rio“ wurde als Chefkoordinator ÖSV-Präsident Peter Schröcks­nadel. Harte Kritik kommt dabei von Experten: In diesem System versickert das Geld in den Strukturen der Sportverbände. „Sehr wenig Geld landet beim Sportler“, sagt etwa Buchautor Wilhelm Lilge.

1,5 Millionen Euro bekamen 
unsere Beachvolleyballer

Jetzt gibt es eine aktuelle Auflistung der Fördergelder. Am meisten investierte Österreich in die Segler: 3,67 Millionen Euro. Sie brachten auch als Einzige eine Medaille heim: Bronze für Tanja Frank und Thomas Zajac.

Für alle weiteren Sportarten gab es viel Geld, aber leider keinen Platz auf dem Podest. Knapp 1,5 Millionen sind für unsere Beachvolleyballer aufgewendet worden, 1,3 Millionen für die Kanuten. Am wenigsten bekamen die Fechter mit 22.400 Euro. 13,2 Millionen gingen an die Verbände und Sportler (siehe Tabelle).

Sportminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) meinte dazu in Rio: „Wir haben schon im Vorfeld der Spiele kritisch analysiert. Dabei bin ich schnell zum Ergebnis gekommen, dass die größten Herausforderungen in unseren Strukturen liegen.“

Nach der Blamage bei den Spielen in London 2012 (null Medaillen) installierte der damalige Sportminister Norbert Darabos den Fördertopf. Die Umsetzung lag bei seinem Nachfolger Gerald Klug (beide SPÖ). Die 20 Millionen (inklusive Geld für Infrastruktur und Paralympics) waren für 2013 bis 2016 bestimmt – fünf Millionen pro Jahr. 94 Athleten und 3 Auswahlen für Mannschaftssportarten wurden unterstützt.

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