'Eine verderbte Figur': Pilz wehrt sich mit Video

Nach Jeannée-Kommentar

'Eine verderbte Figur': Pilz wehrt sich mit Video

"Sehr geehrter Herr Dichand", mit diesen Worten beginnt Peter Pilz seine Videobotschaft an den Mehrheitseigentümer der "Kronen Zeitung". Anlass ist ein untergriffiger Kommentar von deren Kolumnisten Michael Jeannée. Darin wird der Liste-Jetzt-Spitzenkandidat unter anderem als "Meister zwielichtiger Tricks", "Schmutzkübel- und Anpatzer-Chef", "skrupelloser Intrigant" oder als "verderbte Figur" bezeichnet.

Besonders essenziell empfindet Pilz selbst diesen Satz: "Eine Figur, die trotz ihrer Bedeutungslosigkeit diesen Wahlkampf prägt". Denn geht es nach dem Korruptionsbekämpfer liegt hier der Hund begraben. "Was passt Ihnen nicht daran? Was passt Sebastian Kurz nicht daran? Und was passt daher Michael Jeannée nicht daran?" Und weiter: "Seit wann ist es möglich, dass in der 'Kronen Zeitung' ein Spitzenkandidat vor einer Nationalratswahl auf die übelste Art und Weise beschimpft wird? Haben Sie das wirklich nötig und für wen tun Sie das?", fragt Pilz in dem Clip, den er auf Facebook postete.

"Was Jeannée produziert, ist Schmutz"

Dann springt Pilz in die Vergangenheit. "Ich habe noch Ihren Vater Hans Dichand gut gekannt. Das war ein Journalist. Für ihn haben noch Fakten gezählt. Er ist keinem Streit aus dem Weg gegangen und wir haben einige große Sträuße ausgefochten - mit Respekt und aller Härte", erinnert sich Pilz.

Kein Vergleich zu dem jetzigen "Krone"-Kolumnisten. "Aber das, was hier Ihr Jeannée produziert, ist etwas ganz anderes. Das. ist. Schmutz.", so der Listengründer. Er fordert eine Klärung der Hintergründe und eine persönliche Entschuldigung. "Sie haben meine Nummer und meine Adresse", sagt Pilz.

 

Klenk klagt Jeannée auf 100.000 Euro

Und während Peter Pilz lediglich eine Entschuldigung fordert, macht ein anderer Ernst. "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk hat nun gegen Jeannée und die "Krone" Klage beim Handelsgericht Wien eingebracht. Klenk wurde in demselben Kommentar nämlich mit Peter Pilz verglichen. Der einzige Unterschied zwischen den beiden sei, laut Jeannée, "dass gegen Sie nie wegen sexueller Belästigung ermittelt worden ist. Gratuliere." Der Chef der Wiener Wochenzeitung fordert nun 100.000 Euro Entschädigung. Die ungewöhnlich hohe Summe rechtfertigt er damit, dass die Kolumne auf Seite 2 der "Krone" erschienen sei und dies die "prominenteste Stelle der Zeitungslandschaft" sei.

Ob er damit durchkommt, bleibt fraglich, da laut "Standard" die "Post von Jeannée" nur in der Wiener Abendausgabe der Zeitung auf Platz 2 war. In der Hauptausgabe am Donnerstag erschien sie - wie sonst auch - weiter hinten im Blatt auf Seite 24.

Er hofft nun auch, dass Pilz Klage einbringt. Man könne vieles an dem Ex-Grün-Politiker kritisieren, so Klenk auf Twitter, "aber Jeannée hat auch hier jede Grenze verletzt".

 

 

 

 

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