Libyen

Angebliches Vergewaltigungsopfer floh

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Die Libyerin soll im März von Soldaten Gaddafis vergewaltigt worden sein.

Eine Libyerin, die im März nach eigenen Angaben von Soldaten des Gaddafi-Regimes vergewaltigt worden war, ist über die Grenze nach Tunesien geflohen. Sie habe die libysche Hauptstadt Tripolis im Wagen eines übergelaufenen Armeeoffiziers verlassen, sagte Iman al-Obaidi am Montag dem US-Sender CNN nach Erreichen tunesischen Territoriums. Europäische Diplomaten holten sie am tunesischen Grenzübergang Dehiba ab und brachten sie an einen sicheren Ort in Tunis, hieß es in dem CNN-Bericht. In Libyen habe sie sich nicht mehr sicher gefühlt, meinte die junge Frau.

Stürmte in Hotel und berichtete von Vergewaltigung
Al-Obaidi wurde international bekannt, als sie Ende März in ein Ausländer-Hotel in Tripolis stürmte und den dort anwesenden Journalisten von ihrer Vergewaltigung berichtete. Soldaten des Machthabers Muammar al-Gaddafi waren nach ihren Angaben an einer Straßensperre über sie hergefallen. Geheimdienst-Spitzel, die die Journalisten und das Hotel rund um die Uhr überwachen, mischten sich ein und verschleppten die Frau. Nach drei Tagen kam sie wieder frei. Wegen des Vorfalls im Hotel sei sie aber immer wieder von Beamten und Regimeanhängern beschimpft worden, hatte sie damals berichtet.

Ihre traurige Geschichte und ihr Mut, unter der Gaddafi-Diktatur offen darüber zu sprechen, machte die Frau zu einer Symbolfigur für die Regimegegner.

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