Tragödie auf hoher See: Ein Sturm im Mittelmeer fordert zahlreiche Menschenleben. Mindestens 17 Migranten sterben, ein weiteres Boot ist spurlos verschwunden.
Im zentralen Mittelmeer kam es zu einer dramatischen Katastrophe. Mindestens 17 Migranten verloren laut der NGO Alarm Phone ihr Leben, nachdem sie mehrere Tage auf einem Boot ausgeharrt hatten. Insgesamt befanden sich 38 Menschen an Bord, für die zuvor ein Notruf abgesetzt worden war.
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Überlebende zurück nach Libyen
Die übrigen Migranten wurden nach Libyen zurückgebracht und befinden sich nun in einem Haftzentrum. Zudem gibt es große Sorge um ein weiteres Boot: Der Kontakt zu einem Schiff mit 62 Menschen an Bord ist seit Stunden abgebrochen.
Auch vor der italienischen Insel Lampedusa kam es zu einem schweren Vorfall. Ein Boot sank vor der Küste – ein Kind aus Sierra Leone wird seither vermisst. Die italienische Küstenwache konnte 64 Menschen retten, darunter 14 Frauen und zehn Minderjährige. Die Suche nach dem vermissten Kind läuft weiter.
Tausende erreichen Italien
Trotz der Gefahren wagen weiterhin viele Menschen die Überfahrt. Seit Anfang 2026 sind 5.174 Migranten in Süditalien angekommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl gesunken – damals waren es im gleichen Zeitraum noch 8.347. Die meisten Ankommenden stammen aktuell aus Bangladesch, Somalia und Pakistan.