Ein spektakuläres Infrastrukturprojekt rückt in greifbare Nähe. Ein Unterwasser-Eisenbahntunnel durch die Straße von Gibraltar soll Spanien und Marokko verbinden – und könnte den globalen Handel völlig neu aufstellen.
Ein gigantisches Bauprojekt nimmt langsam Formen an. Rund 20 Milliarden Euro soll der Unterwasser-Eisenbahntunnel kosten, der Europa und Nordafrika verknüpft. Die Fahrzeit zwischen den Kontinenten würde sich damit auf nur 30 Minuten verkürzen. Dabei soll der neue Korridor Marokko in einen zentralen Logistik-Knotenpunkt verwandeln und die weltweiten Lieferketten massiv stärken.
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Die Pläne für das Jahrhundertbauwerk sehen eine Gesamtlänge von rund 38,5 Kilometern vor. Fast 28 Kilometer davon verlaufen direkt unter dem Meeresgrund. An der tiefsten Stelle tauchen die Züge etwa 475 Meter in die Tiefe.
Geplant sind zunächst Röhren für Hochgeschwindigkeits- und Güterzüge. Experten sprechen bereits davon, dass Marokko durch dieses Projekt eine strategische Bedeutung erlangen könnte, die mit der wichtigen „Straße von Hormus“ vergleichbar ist.
Technische Hürden bremsen Bau
Doch die Umsetzung ist alles andere als einfach. Instabile Gesteinsformationen und mögliche Erdbebenrisiken stellen die Ingenieure vor große Hürden.
Daher rechnen Insider nicht mit einer schnellen Eröffnung. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass der Tunnel frühestens zwischen 2035 und 2040 einsatzbereit sein wird. Ob das geplante Budget von 20 Milliarden Euro angesichts dieser massiven Herausforderungen tatsächlich zu halten ist, bleibt eine offene Frage für die Zukunft.