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Moskau verweigert Aktivisten die Ausreise

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Die Crew der "Arctic Sunrise" muss Weihnachten in Russland verbringen.

Die 26 in Russland auf Kaution freigelassenen ausländischen Greenpeace-Aktivisten dürfen nach Angaben der Umweltschutzorganisation nicht ausreisen. Sie seien "nicht frei, das Land zu verlassen", teilten die russischen Justizbehörden der dänischen Aktivistin Anne Mie Jensen mit, wie Greenpeace am Freitag in St. Petersburg erklärte.

Die Aktivisten müssten somit "Weihnachten und womöglich noch eine längere Zeit danach" in Russland verbringen. Insgesamt 30 Aktivisten, darunter vier Russen, waren am 19. September festgenommen worden, als sie versuchten, aus Protest gegen Ölbohrungen mit ihrem Schiff "Artic Sunrise" in der Barentssee eine Bohrplattform des Energiekonzerns Gazprom zu erklimmen.

Greenpeace-Mitarbeiter auf Kaution frei
Sie saßen zunächst in der nördlichen Hafenstadt Murmansk im Gefängnis und wurden später nach St. Petersburg verlegt. Ende November verfügte die russische Justiz die Freilassung auch des letzten Greenpeace-Aktivisten auf Kaution.

Die Festnahme der Aktivisten hatte international scharfe Proteste hervorgerufen. Am 22. November verurteilte der Internationale Seegerichtshof in Hamburg Russland dazu, die "Arctic Sunrise" und ihre Besatzung gegen Zahlung einer millionenschweren Kaution freizugeben. Nach russischer Gesetzgebung besteht aber die Möglichkeit, den Aktivisten eine Residenzpflicht in St. Petersburg aufzuerlegen. Sie sollen wegen "Rowdytums" angeklagt werden, worauf bis zu sieben Jahre Haft stehen.

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