Nizza: Lkw raste in Menschenmenge - Dutzende Tote

Frankreich

Nizza: Lkw raste in Menschenmenge - Dutzende Tote

Anschlag in Nizza +++ Fahrer niedergeschossen +++ Hunderte Verletzte +++ Bewohner sollen zuhause bleiben

Nach einem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag ist in der südfranzösischen Stadt Nizza ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Die zuständige Präfektur halte ein Attentat für möglich und habe die Bevölkerung aufgerufen, zuhause zu bleiben, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Es gebe mindestens 70 Todesopfer. Das teilte die Staatsanwaltschaft der Küstenstadt in der Nacht zu Freitag mit. Der Fahrer sei niedergeschossen worden, erläuterte er dem Sender BFMTV.

"Der Fahrer des Lastwagens scheint Dutzende Tote verursacht zu haben", schrieb Christian Estrosi am Donnerstagabend auf seinem offiziellen Twitter-Account. Er riet der Bevölkerung, zuhause zu bleiben.
 

Behörden gehen von Attentat aus

Der mutmaßliche Attentäter habe über eine Strecke von rund zwei Kilometern eine Spur der Verwüstung hinter sich gelassen, teilten die Behörden in Nizza mit. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, raste der weiße Lieferwagen auf der berühmten Strandpromenade "Promenade des Anglais" mit großer Geschwindigkeit in die Menschenmenge.

 

Hollande bei Krisensitzung

Der französische Präsident François Hollande kehrt nach dem Angriff mit einem Lastwagen in Nizza aus Avignon nach Paris zurück, um an einer Sitzung des Krisenstabs im Innenministerium teilzunehmen. Wie die Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Freitag weiter unter Berufung auf den Elysee-Palast meldete, sprach Hollande zuvor mit Ministerpräsident Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve.

Panik und Verwirrung

Die Zeitung "Nice Matin" berichtete am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite, auf der berühmten Uferstraße Promenade des Anglais habe Panik und Verwirrung geherrscht. In Sozialen Medien kursierten zunächst nicht verifizierte Aufnahmen, die zeigen, wie Menschen wegrennen.

Frankreich hatte den Nationalfeiertag Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begangen. Rund 11.500 Sicherheitskräfte waren für die traditionelle Militärparade auf den Champs-Élysées in Paris mobilisiert worden.

 


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