Manöver

Nordkorea: "Provoziert uns nicht"

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Südkorea will an Manövern festhalten.

Nordkorea hat seinen südlichen Nachbarn und die USA davor gewarnt, in Kürze anstehende alljährliche gemeinsame Militärmanöver abzuhalten. Die für Februar und März angesetzten Übungen seien eine direkte Provokation, hieß es in einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Die Manöver müssten gestoppt werden, da sie sonst zu einer Katastrophe führen könnten.

Die Äußerungen erinnerten an das Säbelgerassel vor einem Jahr. Damals drohte die Lage zu eskalieren, als die Regierung in Pjöngjang mit einem Angriff auf die USA, Japan und Südkorea drohte. Südkorea erklärte, an den Manövern wie geplant festzuhalten. Sollten die Nordkoreaner tatsächlich eine normale Übung als Entschuldigung für eine "militärische Aggression" nutzen, "wird unser Militär sie gnadenlos und entschieden bestrafen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul.

Südkorea weist Warnung aus Nordkorea vor Militärübung zurück
Südkorea hat Warnungen aus Nordkorea vor einem für Ende Februar geplanten Militärmanöver zurückgewiesen. Sollte Pjöngjang "unter dem Vorwand dieser Routineübungen Provokationen begehen", werde sich die südkoreanische Armee "heftig rächen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag vor Journalisten in Seoul.

Die Manöver würden wie üblich durchgeführt. Der genaue Termin wurde zunächst nicht bekannt. Nordkorea solle besser "positive Schritte" unternehmen, um den Bedenken der Weltgemeinschaft wegen seines Atomprogramms Rechnung zu tragen, so der Ministeriumssprecher.

Das strittige Manöver des südkoreanischen Militärs gemeinsam mit der US-Armee ist ein jährlich wiederkehrendes Ereignis, das regelmäßig für scharfe Töne zwischen Seoul und Pjöngjang sorgt. Im vergangenen Jahr stand die Übung ganz im Zeichen von Nordkoreas drittem Atomtest im Februar.

Nordkorea hatte Südkorea und die USA am Mittwoch zum Verzicht auf die Übungen aufgerufen. In einer von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung hatte das Komitee für die friedliche Wiedervereinigung Koreas - eine Organisation der herrschenden Arbeiterpartei - den beiden Ländern "nukleare Kriegsübungen" vorgeworfen. Die innerkoreanischen Beziehungen würden in einen "unvorstellbaren Holocaust und eine Katastrophe stürzen".

Pjöngjang unterstellt Seoul und Washington regelmäßig, mit ihren Übungen einen Angriff vorzubereiten. Die beiden Bündnispartner Südkorea und die USA führen unter anderem zwischen Ende Februar und April umfangreiche Militärübungen durch. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar des vergangenen Jahres deutlich erhöht.

Nach dem Test verhängte neue UN-Sanktionen führten zu monatelangen Kriegsdrohungen aus Pjöngjang. Südkorea befindet sich mit dem kommunistischen Nordkorea formal im Kriegszustand, weil nach dem Korea-Krieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde

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