Familiendrama
Österreicher richtet Blutbad in Ungarn an
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Ein 57-Jähriger aus Wien hat laut ungarischer Polizei am Donnerstagabend in Ungarn den Vater seiner Lebensgefährtin erschossen und drei weitere Angehörige derselben Familie, darunter seine Partnerin, teils lebensgefährlich verletzt. Zuvor habe der Mann in dem Wohnhaus im Komitat Veszprem ein Feuer gelegt. Am Ende erschoss er sich selbst.
Der Tatort liegt in der kleinen Ortschaft Kaptalanfa in Westungarn. Der 57-Jährige kam am Abend zum Elternhaus seiner Lebensgefährtin, sagte die Sprecherin des zuständigen Polizeipräsidiums, Virag Aradi, laut ungarischer Nachrichtenagentur MTI am Freitag. Die Frau war zu ihren Eltern zurückgekehrt und hielt sich bei ihrer Familie auf. Der Polizeibericht legt nahe, dass sie den Mann verlassen hatte.
Es sei ein Streit ausgebrochen. Der gebürtige Wiener habe mit einer Schusswaffe das Feuer auf die Familie eröffnet. Der Vater starb an Ort und Stelle. Die Lebensgefährtin und eine jüngere Schwester erlitten lebensgefährliche Schusswunden. Ihre Mutter wurde ebenfalls getroffen und schwer verletzt.
Noch bevor die Schüsse fielen, hatte der Wiener den ungarischen Behörden zufolge das Haus in Brand gesteckt. Eine weitere Schwester der Frau wurde durch die Flammen verletzt.
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Sprecherin Aradi bestätigte auf Anfrage der APA, dass von der Tat auch ein Kind betroffen war. Die ungarische Boulevardzeitung "Blikk" hatte online berichtet, dass ein dreijähriges Mädchen durch die Schüsse verletzt wurde. Offenbar dürfte es sich dabei um die jüngere Schwester der Frau handeln.
Nach dem Angriff auf die Familie beging der 57-Jährige laut den Ermittlern Selbstmord. Die ungarische Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Das Außenministerium in Wien bestätigte auf APA-Anfrage den Vorfall und dass es sich um einen österreichischen Staatsbürger gehandelt habe.
Karte: Hier ereignete sich die Bluttat
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