Unwetter in Italien

Sturmfluten und Sperren versetzen Urlaubsland in Alarmbereitschaft

In Italien ist es mit dem Frühlingswetter schlagartig vorbei. Eine gefährliche Unwetterfront bringt Starkregen, Sturmfluten und sorgt in Großstädten wie Neapel bereits für erste Schließungen. 

Das instabile Wetter hält voraussichtlich am Dienstag an, wobei besonders im Aostatal und Piemont ergiebige Niederschläge erwartet werden. Auf Sizilien ist bis Mittwoch mit Gewittern und schweren Windböen zu rechnen.

Nach den ungewöhnlich warmen Tagen ändert sich die Wetterlage in unserem beliebten Nachbarland jetzt radikal. Das Wetterportal ilmeteo.it warnt vor einer „doppelten Bedrohung“, die auf Italien zurollt. Während im Nordwesten bereits am Montag die ersten Gewitter mit massivem Starkregen aufgezogen sind, bereitet sich der Süden auf stürmische Winde und gefährliche Sturmfluten vor. Laut Rai News.it steht dem Land eine potenziell gefährliche Phase bevor.

Alarm für neun Regionen

Der italienische Zivilschutz hat für insgesamt neun Regionen die gelbe Warnstufe aktiviert: Piemont, Aostatal, Lombardei, Toskana, Emilia-Romagna, Latium, Umbrien, Abruzzen und Molise.  Meteorologe Stefano Rossi erklärt die kritische Situation durch einen Tiefdruckwirbel aus Tunesien, der vor Sardinien liegt, während eine Front aus Frankreich den Nordwesten erreicht. In diesen Gebieten werden Regenmengen von bis zu 90 Millimetern sowie Hagel und Gewitter erwartet. In höheren Lagen der Alpen ist sogar mit starkem Schneefall zu rechnen.

Besonders ernst ist die Lage im Süden des Landes. Hier wird mit einem starken Scirocco-Wind und schweren Böen gerechnet. Die Metropole Napel hat deshalb bereits drastische Konsequenzen gezogen: Friedhöfe, Stadtparks und der Nordpier von Bagnoli wurden komplett geschlossen. Sogar der Zugang zu den öffentlichen Stränden ist ab sofort untersagt.

Sicherheitshinweise für die Bevölkerung

Die Behörden in Neapel rufen die Menschen zu höchster Vorsicht auf. In einer Mitteilung der Comune Napoli heißt es: „Seien Sie bei Reisen besonders vorsichtig und beschränken Sie diese auf das unbedingt Notwendige.“ Bewohner sollen die Nähe von Bäumen, Masten und Gerüsten meiden, da die Gefahr durch herabfallende Äste oder umstürzende Schilder groß ist. Auch lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen müssen gesichert werden, um Unfälle zu vermeiden.

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