Das US-Militär verlegt Insidern zufolge Tausende zusätzliche Marineinfanteristen und Seeleute in den Nahen Osten.
Dies sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Wahrung der Anonymität. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließen die Informanten offen. Wenig später berichtete der US-Sender CBS News, dass Vertreter des Pentagon von "detaillierten Vorbereitungen einer Bodenoffensive im Iran laufen.
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Hohcrangige Militärkommandanten sollen konkrete Anträge eingereicht haben. US-Präsident Donald Trump schloss einen Einsatz von Bodentruppen im Iran nicht aus. Zuletzt meinte er gegenüber der Presse allerdings: "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen."
Einem Bericht des Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf vier Insider zufolge erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Kharg zu besetzen oder zu blockieren. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag auf entsprechende Berichte angesprochen: "Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Donnerstag ohne weitere Erläuterungen, ein Sturz der iranischen Regierung erfordere eine "Bodenoffensive".
Lage unverändert
Auch rund drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran ist die Führung in Teheran weiter zu Gegenangriffen in der Lage. In der Nacht attackierte die Islamische Republik erneut gleich mehrfach Israel mit Raketensalven. Auch mehrere Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, sahen sich wieder Beschuss mit Raketen und Drohnen ausgesetzt. Dabei hatte US-Präsident Donald Trump noch vor rund zwei Wochen behauptet: "Wir haben gewonnen."
Israels Luftwaffe begann nach Abwehr der iranischen Raketen in der Nacht eine neue "Welle" an Attacken im Iran, wie das Militär mitteilte. Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes." Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hatte zuvor noch laut "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Das Land könne kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanyahu.