Ab dem 1. Juni

Diese neuen Kroatien-Gesetze betreffen alle Urlauber

Kroatien will mit strengeren Gesetzen gegen zwielichtige Vermieter und Partyzonen vorgehen. Dabei soll der Urlaub fairer und ruhiger werden.

Kroatien reagiert und krempelt ihren Tourismus um. Dies wird schon in diesem Sommer unzählige Urlauber betreffen. Ab dem 1. Juni müssen alle Ferienunterkünfte eine offizielle Registrierungsnummer besitzen.

Ohne diese Nummer dürfen keine Unterkünfte mehr auf Plattformen wie Airbnb oder Booking angeboten werden. Für Reisende bedeutet diese Änderung, dass nun mehr Sicherheit bei der Buchung herrscht. Auf der anderen Seite könnte aber die Auswahlmöglichkeit sinken. Viele private Anbieter hatten bisher keine Anmeldung und könnten somit ab dem 1. Juni sich vom Markt verabschieden.

Experten vermuten Preisanstieg

Mit dem neuen Gesetz könnten die Preise wegen des kleineren Angebots spürbar ansteigen. Laut Experten werden höchstwahrscheinlich kurzfristig weniger billige Angebote vorhanden sein.

Um gegen illegale Vermietungen vorzugehen, wird es strengere Kontrollen geben. Nicht nur Behörden werden im Einsatz sein, sondern auch lokale Ordnungskräfte und sogar Zollstellen. Aus diesem Grund müssen Urlauber bei der Buchung genau hinschauen. Wenn die Registrierungsnummer fehlt, dann könnte es im schlimmsten Fall bei der Unterkunft Probleme geben.

Partytourismus starker reguliert

Neben illegalen Unterkünften will Kroatien auch gegen den exzessiven Partytourismus vorgehen. In Partyzonen darf ab dem 1. Juni Alkohol nur zeitlich beschränkt ausgeschenkt werden. Zusätzlich erhalten Gemeinden mehr Freiraum bei der Regelgestaltung. Sie dürfen selbst gegen Lärm und Auswüchse vorgehen. Lange Öffnungszeiten für offene Bars wird es somit nicht mehr überall geben.

Das Jugendgesetz wird ebenfalls verschärft. Kroatien führt eine Altersbeschränkung für Energydrinks ein. Diese dürfen nur mehr an über 18-Jährige verkauft werden. Gastronomiebetriebe müssen auf diese Beschränkung klar hinweisen. Bei Nichteinhaltung drohen hohe Geldstrafen.

Kroatien will mit den Gesetzesänderungen gegen den Massentourismus vorgehen und mehr Qualität anbieten. Es soll weniger Partys geben, dafür aber mehr Ruhe, höhere Standards und mehr Kontrolle.

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