Nach den jüngsten Enthüllungen bricht Melinda Gates ihr Schweigen: Die 61-Jährige fordert ihren Ex-Mann Bill Gates öffentlich auf, Stellung zu seinen Kontakten mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu beziehen.
In einem Podcast des US-Senders „National Public Radio“ äußerte sich Melinda Gates ungewohnt offen über die Verbindungen ihres Ex-Mannes zum verstorbenen Jeffrey Epstein. Die Situation erfülle sie mit einer „unglaublichen Traurigkeit“. Sie betonte dabei besonders das Leid der Opfer: „Kein Mädchen sollte jemals in die Situation gebracht werden, in die sie von Epstein gebracht wurden – und egal, was mit all den verschiedenen Menschen um ihn herum vor sich ging. Kein Mädchen. Das ist einfach zutiefst herzzerreißend.“
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Schmerzhafte Erinnerungen in Ehe
Die Berichte über die Vorfälle haben laut Melinda Gates persönliche Wunden aufgerissen. Die Details riefen Erinnerungen an ihre eigene Jugend wach, aber auch an die Zeit, als ihre gemeinsamen Töchter im Alter der Opfer waren. Zudem würden die Enthüllungen Erinnerungen an „sehr, sehr schmerzhafte Zeiten“ innerhalb ihrer Ehe mit dem Microsoft-Gründer zurückbringen, die 2021 nach 27 Jahren geschieden wurde.
Forderung nach Gerechtigkeit
Melinda Gates stellt unmissverständlich klar, dass sie nicht länger für die Taten oder Verbindungen ihres Ex-Mannes geradestehen will: „Diese Fragen sind Sache dieser Menschen und meines Ex-Mannes. Sie müssen diese Dinge beantworten, nicht ich.“ Während sie selbst nach der Trennung einen Neuanfang geschafft habe, hoffe sie nun vor allem auf Gerechtigkeit für die betroffenen Frauen, die mittlerweile als Erwachsene in Washington, D. C., an die Öffentlichkeit treten.
Unvorstellbares Leid der Opfer
Was die Frauen durchgemacht haben, bezeichnete Melinda Gates als „einfach unvorstellbar“. Ihr Fokus liegt nun darauf, dass die Verantwortlichen Verantwortung übernehmen und die Opfer gehört werden. Während Bill Gates (70) bisher zu den Forderungen schweigt, macht Melinda deutlich, dass die Aufarbeitung für sie ein notwendiger Schritt ist, um mit der Vergangenheit endgültig abschließen zu können.