In der Silvesternacht kam es in Crans Montana zu schrecklichen Szenen. Überlebende schildern eine dramatische Flucht vor Flammen und Rauch – und nur einen engen Weg nach draußen.
Dutzende Gäste versuchten in der Silvesternacht, dem brennenden Keller eines Party-Clubs zu entkommen. Laut Berichten drängten sie sich über eine enge Treppe ins Freie.
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Flucht im dichten Rauch
Videos zeigen, wie mehrere Personen reglos am Boden liegen. Andere Gäste konnten den Ausgang nicht erreichen, weil der Weg blockiert war. Die Situation eskalierte innerhalb kürzester Zeit dramatisch
Aussagen der Überlebenden
Überlebende berichten, dass es nur diesen einen Fluchtweg aus dem brennenden Keller gegeben habe. Viele hätten keine andere Möglichkeit gesehen, dem Feuer zu entkommen.
Ermittlungen zu Notausgängen
Bei einer Pressekonferenz am Freitag erklärte Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud hingegen, dass es Notausgänge gegeben habe. Details nannte sie nicht. Laut Pilloud ist es möglich, dass diese im Chaos und durch den Rauch nicht wahrgenommen wurden.
Gegenüber der deutschen Bild packt ein Insider jetzt aus und klärt auf, wie es im Club wirklich aussah. Seine wichtigsten Aussagen
- „Es gab einen Eingang, der zugleich auch Ausgang war. Und dann gab es noch einen Notausgang. Aber wenn ich dort zu Gast war, war der immer versperrt. Alle im Ort wussten, das läuft irgendwann schief.“
- „Der Notausgang war in einem eigenen Raucherzimmer, das auch noch mal durch eine Tür vom Rest abgetrennt war. Den hat aber kaum jemand genutzt, die meisten gingen hoch zum Wintergarten. Der Raucherraum wurde als Art Abstellkammer genutzt.“
- „Innen vor der Tür stand ein Sofa, außen lagen achtlos hingeworfene Gegenstände.“
- „Von den Beschäftigten dort sind vier gestorben, dazu ein Security-Mann. Kontinuierlich hat da kaum jemand gearbeitet. Der Betreiber holte Saisonarbeitskräfte aus Korsika.“
Die Ermittlungen sollen nun klären, wie die Fluchtwege tatsächlich beschaffen waren und warum sie offenbar nicht genutzt wurden.