Die süditalienische Insel Capri geht weiterhin hart gegen den Massentourismus vor. Nun gelten ab Sommer 2026 neue Regeln für Urlauber.
Capri ist bei Italien-Urlaubern eines der beliebtesten Ziele und zieht jedes Jahr Tausende Menschen an. An Spitzentagen kommen schätzungsweise bis zu 50.000 Besucher auf die Trauminsel. Permanent leben auf der Insel nur etwa 13.000 Einwohner.
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Für die Insel-Bevölkerung bedeuten die Touristenmassen dichtes Gedränge in engen Gassen, an Anlegestellen und bei beliebten Sehenswürdigkeiten. Aus diesem Grund will Capri nun mit einem neuen Maßnahmepaket gegen den Massentourismus vorgehen.
Kopfhörer-Pflicht für Touristen-Gruppe
Laut der italienischen Nachrichtenagentur "Ansa" dürfen im kommenden Sommer Touristengruppen mit nur noch maximal 40 Menschen auf die Insel kommen. Zusätzlich müssen Gruppenteilnehmer, die aus mehr als 20 Personen bestehen, Kopfhörer tragen. Über diese sollen sie ihren Reiseleiter hören.
Reiseleiter müssen darauf achten, dass sie eine gut sichtbare und dezente Plakette tragen. Guides dürfen nicht mehr die klassischen Zeichen wie Regenschirme, Fahnen oder Tücher verwenden. Ebenfalls sollen Gruppen während ihrer Route sicher und kompakt bleiben, ohne Fußgängerwege oder wichtige Plätze zu blockieren.
Handelsverband begrüßt neue Regelung
Die neuen Regeln hat der Gemeinderat von Capri Anfang Februar einstimmig beschlossen. Damit soll der Massentourismus begrenzt werden und in sensiblen Zonen Chaos, Lärm und Gedränge reduziert werden.
Die Regelung findet der örtliche Handelsverband Ascom Confcommercio Capri sehr gut. Sie betonen, dass sie helfen soll, den Massentourismus zu begrenzen und die Lebensqualität der Einheimischen und Touristen zu verbessern.