Getestet von Müttern
Wirbel um Bier-Werbung mit schwangeren Frauen
"Bitte ein Bit" – mit diesem Werbeslogan ist Bitburger bei Biertrinkern bekannt. Doch nun sieht sich die deutsche Traditionsbrauerei kurz nach dem Jahreswechsel einem kleinen Shitstorm ausgesetzt. Grund sind Werbesujets, mit denen Bitburger unter anderem in den sozialen Medien wirbt.
Auf einem davon zu sehen ist eine unübersehbar schwangere Frau mit entblößtem Babybauch, die genüsslich aus ihrer Bitburger-Bierflasche trinkt. Versehen ist das Bild mit dem Slogan "Getestet von Müttern. Gebraut für euch alle."
Grund zur Aufregung für manche User, denn Alkohol ist in der Schwangerschaft und Stillzeit schließlich strikt verboten und kann zu Schäden beim Kind führen. Dass Bitburger mit dem Sujet freilich für seine alkoholfreie Linie "Bitburger 0,0" wirbt, ist scheinbar nebensächlich.
"Extremst schlecht", "Befremdlich", "Geht gar nicht"
"Diese Werbung geht in meinen Augen gar nicht", ist einem der Kommentare unter dem Posting zu lesen. Eine empörte Userin sieht es ähnlich und schreibt: "Extremst schlechte Werbung...Sorry aber das geht gar nicht." An anderer Stelle wird kritisiert: "Das Bier mag ja schmecken, aber die Werbung ist echt befremdlich."
Den Einwurf eines Nutzers, dass viele alkoholfreie Biere immer noch bis zu 0,5 Prozent Alkohol aufweisen, kann Bitburger selbst in einem Kommentar entkräften: "Bei unserem Bitburger 0,0% ist ein so geringer Restalkohol enthalten, dass die Berechnung mathematisch gesehen 0, ergibt. Somit ist der Restalkohol unseres alkoholfreien Bieres sogar geringer als bei Apfelsaft."
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So reagiert Bitburger
Zwar bekommt Bitburger für das Schwangeren-Bild auch positive Kommentare, die überwiegende Resonanz ist jedoch negativ. Das will die Brauerei aber nicht auf sich sitzen lassen – gegenüber RTL verteidigt der Marketingdirektor der Bitburger Braugruppe die Kampagne so: Man habe diejenigen zu Wort kommen lassen wollen, "die die absoluten Expertinnen für Getränke ohne jeden Alkohol sind: nämlich schwangere Frauen und junge Mütter."
Anlass sei der sogenannte Dry January (trockener Jänner), eine aus Großbritannien stammende Bewegung für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Ob Bitburger das mit dieser Kampagne gelungen ist, sei dahingestellt ...
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