Mafia-Boss in Wien verhaftet

6-fach-Killer geschnappt

Mafia-Boss in Wien verhaftet

Die spektakuläre Verhaftung des Aslan G., dem Scarface von Ossetien, gelang Samstagabend. Nach dem 44-Jährigen wurde von Interpol Moskau wegen sechsfachen Mordes, Menschen- sowie Waffenhandel gefahndet. Nach Zerschlagung seiner Mafia-Gruppierung hatte sich der gebürtige Georgier ins Ausland abgesetzt; einem heißen Tipp zufolge nach Wien.

Gesuchter fand Unter-schlupf in Favoriten
Der Hinweis war offenbar goldrichtig und sorgte für den ersten Erfolg der heimischen Zielfahnder in diesem Jahr, die den Gesuchten gemeinsam mit der Eliteeinheit Cobra aufspürten: Der Mafioso-Killer war am Samstag auf dem Weg zu seiner Unterkunft in Favoriten, als Kriminalisten ihn vor dem Eingang zum neu eröffneten Hauptbahnhof verhafteten, bestätigt der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Mario Hejl.

Der für seine Brutalität berüchtigte 44-Jährige – der sich mit gefälschtem bulgarischen Reisepass und ID-Karte in Österreich aufhielt – war jedenfalls völlig überrascht und leistete bei der Festnahme keinen Widerstand. Kleinlaut gab er angesichts der Übermacht seine wahre Identität zu. Aslan G. befindet sich in der Justizanstalt Josefstadt zwecks Auslieferung an die Russische Föderation. Ministerin Mikl-Leitner gratulierte zum Fahndungserfolg.

(kor)

Die Scarface-Gang metzelte Politiker, Polizisten und Staatsanwälte nieder.

 Im August 2014 wurde die brutalste Mafiabande Russlands zerschlagen. Die führenden Köpfe wurden verhaftet, nur ihrem Boss gelang die Flucht. Ganz am Anfang, als die Gang noch von Aslans Bruder Oleg geführt wurde, waren sie gemeine Straßenräuber, die als falsche Polizisten teure Autos aufhielten, die Fahrer ausraubten und auch erschossen.

Schwarzmarkt
Als Oleg hinter Gitter wanderte, übernahm Aslan das Kommando – und jetzt wurde es richtig blutig. Der „Scarface“ von Ossetien übernahm die Kontrolle über die Verteilung und den Schwarzmarkt von billigem Alkohol in ganz Russland. Dazu kam Menschen- und Waffenhandel, und wer sich der Gruppierung in den Weg stellte, wurde getötet – darunter der Bürgermeister von Wladikawkas, Vitaly Karaev, oder der Premierminister von Nordossetien, Kazbek Pagiev. Der Bande werden insgesamt zwei Dutzend Morde zugeschrieben. Sechs davon soll Aslan

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