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Erste Umfrage zur Stichwahl

Hofer und Van der Bellen Kopf an Kopf

Die neueste Gallup-Umfrage zur Präsidentenwahl – die erste für die Stichwahl – verspricht ein dramatisches Finale:

Entgegen allen Erwartungen sieht es derzeit nämlich nicht nach einem Erdrutschsieg für Norbert Hofer, sondern nach dem knappest möglichen Ergebnis aus.

Die Gallup-Hochrechnung errechnet derzeit jeweils 50 % für Hofer und 50  % für Van der Bellen. Die beiden liegen also Kopf an Kopf.

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Wen wählen Sie zum Präsidenten?

Nachlesen: Kommentar von ÖSTERREICH Herausgeber Wolfgang Fellner: Kann diese 1. Umfrage stimmen?

In den Rohdaten auf die Frage, wen die Befragten „diesen Sonntag“ wählen würden, erreicht der FP-Kandidat 43 %, der Grüne 42 %, nur 15 % machen keine Angabe.

Bei diesen 15 %, die noch keinen Favoriten haben, führt aber Van der Bellen, weil es sich vorwiegend um Frauen, Junge, Wiener und Tiroler/Vorarlberger handelt. Deshalb prognostiziert Gallup vorsichtig ein 50 : 50.

V. d. Bellen holt sich 77 % der SP- und 62 % der VP-Wähler

Überraschend ist, dass Van der Bellen mehr Stimmen als erwartet von den Wählern anderer Parteien erhält:

Von den SPÖ-Wählern wollen 77 % Van der Bellen wählen, nur 16 % Hofer.

Auch bei den ÖVP-Wählern holt sich Van der Bellen mit 62 : 22 % die klare Mehrheit.

Ähnlich die Griss-Wähler: Über 60 % für Van der Bellen.

Dafür punktet Hofer bei den bisherigen Nichtwählern mit 32 : 18 %.

Sensationelle 77 % wollen „ganz sicher“ zur Wahl gehen, 9 % wahrscheinlich – würde 86 % Wahlbeteiligung ergeben.

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Beweiligung: Nehmen Sie an der Wahl auch teil?

Sympathischer ist den Wählern derzeit Van der Bellen (ganz knapp 41 : 39  %), als „bür­gernäher“ gilt Norbert Hofer (45 : 36 %), „besser die Regierung kontrollieren“ würde Norbert Hofer mit 46 : 31 %, für das „Ansehen im Ausland besser“ wäre Van der Bellen mit 55 : 29 %.

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Wer ist Ihnen sympathischer?

 

Experte: "Viele Unentschlossene"

ÖSTERREICH: Was ist bei der Beurteilung von Wahl-Umfragen zu beachten?

Günter Haunlieb: Zum einen handelt es sich bei Umfragedaten keineswegs um eine Prognose zum Wahlausgang. Es ist eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Befragung.

ÖSTERREICH: Was sind weitere Gründe für Abweichungen?

Haunlieb: Der Anteil der Unentschlossenen ist hoch – wohin diese Gruppe tendiert, darüber gibt es oft keine Erkenntnisse. Außerdem: Viele Bürger haben zwar konkrete Wahlabsichten, sagen sie aber bei der Befragung selbst nicht. Nicht zu unterschätzen sind auch jene Einflüsse auf die Wähler, die erst nach der Veröffentlichung der letzten Erhebungen wirksam werden. Denn in der letzten Woche vor der Wahl werden ja keine weiteren Umfragen veröffentlicht.

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