Petition

AK fordert Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte

Isabelle Daniel: Das Interview mit Renate Anderl
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"Mehr Respekt für Teilzeit" wurde von 36.200 Personen unterschrieben
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Die Arbeiterkammer (AK) fordert von der Regierung bald arbeitsrechtliche Verbesserungen für die rund 1,4 Millionen Teilzeitbeschäftigten in Österreich. Eine Ende April gestartete und nun beendete AK-Petition "Mehr Respekt für Teilzeit" wurde von 36.200 Personen unterschrieben. AK-Präsidentin Renate Anderl übergab am Mittwochvormittag ein "Ferienheft mit Aufgaben" zur Teilzeit an Vizekanzler Andreas Babler und Arbeitsministerin Korinna Schumann (beide SPÖ).

Petition geht auch an Stocker und Meinl

Das Papier wurde auch an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) verschickt. Die Arbeiterkammer fordert schon seit Längerem bei regelmäßiger Mehrarbeit von Teilzeitbeschäftigten einen Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung sowie 50 statt 25 Prozent Zuschlag - und das ab der ersten Stunde Mehrarbeit. Laut Arbeiterkammer haben Teilzeitbeschäftigte rund 7,2 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet. Die Arbeitnehmervertreter drängen darauf, dass die Regierung sich dem Teilzeit-Thema über die Sommermonate annimmt und im Herbst Verbesserungen auf den Weg bringt.

In Österreich lag die Teilzeitquote im Vorjahr laut Statistik Austria bei Frauen bei knapp 50 Prozent und bei Männern bei 14 Prozent. Man wolle "das Image der Teilzeitbeschäftigten wieder ins richtige Licht rücken", sagte AK-Präsidentin Anderl zur APA. Teilzeit werde vor allem gearbeitet, weil es keine ausreichende Kinderbetreuung und Pflege gebe. Auch würden sich viele Studierende durch Teilzeitarbeit ihr Studium finanzieren. Die von der ÖVP forcierte Debatte um "Lifestyle-Teilzeit" habe sie "sehr geärgert", sagte Anderl. Von den Supermarktketten wünscht sich die AK-Chefin viel mehr Vollzeitstellen. In den Filialen gebe es nur sehr wenige Vollzeitjobs.

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