Mauthausen-Komitee

Baustopp auf einstigem KZ-Areal gefordert

Schotterhügel und Bagger auf einer Baustelle, im Hintergrund Hügel und Häuser.
© Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit Leobersdorf
Die Fläche in Leobersdorf soll laut Forderung des Mauthausen-Komitees als Gedenkort erhalten bleiben. Aktuell laufen dort die Vorbereitungen für den Bau eines Gewerbeparks samt Supermarkt und Kühllogistikzentrum.
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Das Internationale Mauthausen-Komitee (CIM) hat am Dienstag einen Stopp der Bauarbeiten auf dem Gelände des zweitgrößten ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers in Österreich in Leobersdorf (Bezirk Baden) gefordert. Die noch nicht überbaute Fläche müsse als Gedenkort erhalten bleiben, wurde seitens des CIM betont, wie auch Kathpress berichtete. Auf dem Areal südlich von Wien entsteht jedoch ein Gewerbepark samt Supermarkt und Kühllogistikzentrum.

Baumaschinen seien bereits vor einigen Wochen aufgefahren, teilte das CIM laut Kathpress in einem von Präsident Guy Dockendorf unterzeichneten offenen Brief mit. Das aktuelle Vorgehen sei ein "eklatanter Widerspruch zu den Grundsätzen heutiger Gedenkarbeit und Erinnerungskultur", hieß es. Kritik kam auch von lokalen Gedenkinitiativen, dem Mauthausen Komitee Österreich und der Gedenkstätte Mauthausen.

Die Pläne für einen Gewerbepark auf dem Areal des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers waren Ende 2024 medial publik geworden. Die Immobilienfirma von Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft Leobersdorf) soll früheren Medienberichten zufolge Gründe um 15,25 Millionen Euro verkauft und durch Umwidmungen 1,34 Millionen extra erhalten haben. Kritik am Ortschef gab es in der Folge u. a. von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG). Ramharter verteidigte das Vorgehen und äußerte sich nicht zu Kaufpreisen. Eine Befangenheit ortete er nicht. Im Vorjahr hieß es, dass alle Bewilligungen für das Vorhaben vorliegen würden. (APA)

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