Kündigungswelle
Lagerhaus: 100 Jobs weg
Über hundert Beschäftigte von Raiffeisen-Lagerhäuser in Niederösterreich sollen ihren Job verlieren. GPA-Geschäftsführer Michael Pieber spricht von einem „herben Schlag" in einem ohnehin schwierigen Arbeitsmarkt.
Die Mitarbeiter erfahren die Hiobsbotschaft diese Woche bei Betriebsversammlungen. Pieber fordert einen Sozialplan, der die Folgen für die Kollegen bestmöglich abfedert.
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Immerhin: Die Verhandlungen mit der Geschäftsführung laufen bereits. Pieber verlangt aber rasch „verbindliche Antworten" vom Konzern. Viele Betroffene sind langjährige Mitarbeiter, sie brauchen laut Pieber keine Ungewissheit, sondern Planbarkeit.
Auch das Land bekommt sein Fett ab: „Von einer Kündigungswelle zur nächsten zu improvisieren, ist keine Arbeitsmarktpolitik." Pieber fordert eine permanente Arbeitsstiftung für Ausbildung und neue Jobchancen.
"Bevor unten Standorte zugesperrt und Mitarbeiter geopfert werden, will ich wissen, was oben passiert ist. Wo waren Management, Vorstand und Aufsichtsrat? Wer wusste wann über die Entwicklung Bescheid? Wer hat welche Entscheidungen getroffen, wer hat sie kontrolliert und wer übernimmt heute dafür die Verantwortung?", nimmt FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner auch die lange Liste der regionalen Funktionäre in die Pflicht.
FPÖ-Schmidlechner: "Fisch fängt beim Kopf zu stinken an"
Die Mitarbeiter, Kunden und Mitglieder haben ein Recht auf die Wahrheit“, spricht Schmiedlechner auch die vielen Überschneidungen im Umfeld von Bauernbund, Landwirtschaftskammer und genossenschaftlichen Strukturen an. Sollten trotz aller Bemühungen Arbeitsplätze tatsächlich nicht erhalten werden können, fordert Peter Schmiedlechner einen umfassenden und fairen Sozialplan: "Wer jahrelang von der Arbeit seiner Beschäftigten profitiert hat, darf diese Menschen jetzt nicht einfach vor die Tür setzen. Es braucht einen Sozialplan, der diesen Namen auch verdient."
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