Festspiel-Auftakt

Bregenz startet mit Kurtisane, Rekord und Spiegelbühne

Bühnenbild der Bregenzer Festspiele mit vielen Darstellern vor riesiger Scheibe und Wasserfontänen.
© ORF
Premiere für "La Traviata" zum 80. Geburtstag der Bregenzer Festspiele. Damiano Michieletto verlegt die Handlung in die Roaring Twenties und setzt der Welt dabei den Spiegel vor. Am 24. Juli auch im ORF.
OE24 auf Google bevorzugen

Zum 80-jährigen Jubiläum der Bregenzer Festspiele, die am Mittwochvormittag (22. Juli) traditionell von Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnet werden, gibt es eine Premiere: zum erstem Mal ertönt "La Traviata" auf der Seebühne. Und das mit Publikumsrekord. Alle 28 der bis zum 23. August angesetzten Vorstellungen sind schon seit Ostern restlos ausverkauft. Über 220.000 Besucher!

Bühnenbild beruht auf einem zerbrochenen Spiegel

Für die Bregenzer Neuinszenierung verlegt der gefeierte italienische Regisseur Damiano Michieletto die Handlung in die Ära der Roaring Twenties. Der Welt wird dabei ein Spiegel vorgehalten und das im wahrsten Sinne. Das von Paolo Fantin geschaffene Bühnenbild beruht auf einem 700 Quadratmeter großen und 25 Meter hohen zerbrochenen Spiegel, der auch für die zerbrochene Seele der Pariser Kurtisane Violetta steht. In Summe 86 Spiegelsplitter, die zum Gros auch mit Hydraulikzylindern bewegt werden können. Dazu gibt’s ein Wasserbecken, das von der "Freischütz"-Inszenierung übernommen wurde.

Open-Air-Opernbühne auf dem Wasser bei Sonnenuntergang, mit großem zerbrochenem Spiegel-Set und Darstellern.
"La traviata"  spielt in Bregenz in der Ära der 'Roaring Twenties' © ORF
Eine Frau in goldenem Kleid sitzt auf einer Bühne am Wasser und singt leidenschaftlich.
Marjukka Tepponen singt alternierend mit Stacey Alleaume oder Julia Muzychenko die Hautrolle der Kurtisane Violetta. © ORF
Enthusiastische Tänzer in 20er-Jahre-Kostümen feiern auf einer nassen Bühne mit Wasserfontäne.
"La traviata" bringt auch vergnügte Wasserspiele nach Bregenz. © ORF

Inspiriert vom glamourösen Flair der Great-Gatsby-Zeit führt "La Traviata" in Bregenz  "die vom Weg Abgekommene" Edelkurtisane Violetta in eine Welt, in der scheinbar alles erlaubt ist – außer echter Liebe. Zwischen Jazzclubs und dekadenten Festen, Lebenshunger und Zerbrechlichkeit steht Violetta, die alternierend von Marjukka Tepponen, Stacey Alleaume oder Julia Muzychenko gespielt wird, vor einer Entscheidung, die ihr Schicksal für immer besiegelt.

TV-Hit

ORF2 überträgt die zweite Aufführung, bei der die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Kirill Karabits aufspielen, am Freitag, dem 24. Juli, ab 21.20 Uhr live.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden