Ab der 86. Minute war beim Topspiel zwischen Sturm und dem LASK Schluss mit der TV-Übertragung. Grund war laut Bundesliga ein technischer Defekt in der Stromversorgung der Basissignal-Produktion vor Ort.
Sky hatte den Ausfall zunächst als "Stromausfall in Graz" kommuniziert. Die Bundesliga will den Vorfall nun genau analysieren und prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen künftig möglich sind.
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Für das Topspiel der siebenten Runde wurde bereits eine Ersatz-Produktionseinheit organisiert.
Weniger Kameras sorgen für Kritik
Die Panne kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ohnehin über die Qualität der Bundesliga-Übertragungen diskutiert wird. Seit dieser Saison sind bei vielen Spielen weniger Kameras im Einsatz.
Bei den 32 Topspielen bleiben es zehn Kameras. Bei den übrigen 163 Partien sind es nur noch fünf. In den vergangenen Spielzeiten waren bei 23 dieser Begegnungen sieben Kameras im Einsatz.
Insgesamt bedeutet die Umstellung laut Bundesliga 46 Kameras weniger pro Saison. Bei einzelnen Spielen hatte Sky in der Vergangenheit sogar deutlich mehr Kameras eingesetzt – bei einer Partie zwischen Rapid und Sturm Graz waren es beispielsweise 18.
Bundesliga prüft mehr Kameras
Jetzt soll nachgebessert werden. Die Bundesliga bestätigt, dass derzeit Gespräche laufen, um bei den Spielen zusätzliche Kameras einzusetzen.
Dabei könnten sowohl weitere Kameras von Sky als auch fix installierte Stadionkameras zum Einsatz kommen. Diese könnten zusätzlich zum Basissignal der Produktionsfirma Uppercut genutzt werden.
Die Bundesliga sieht derzeit keinen generellen Qualitätsverlust bei den Übertragungen. Nach der Panne in Graz soll aber geprüft werden, wie die hohen Produktionsstandards künftig noch besser abgesichert werden können.
Neue Produktionsfirma im Einsatz
Seit dieser Saison ist nicht mehr Sky selbst für die Produktion der Bundesliga-Bilder zuständig. Den Auftrag hat die Produktionsfirma Uppercut übernommen.
Das Unternehmen sitzt in Klagenfurt und hat inzwischen auch eine Niederlassung in Wien. In St. Marx wurde zudem ein 2.000 Quadratmeter großes Broadcast-Center errichtet.
Sky hatte die Produktion in den vergangenen Jahren teilweise an mehrere Firmen weitergegeben, darunter auch Uppercut.
Kein Einfluss auf die Spielwertung
Dass der VAR beim möglichen Elfmeter im Finish keine Bilder mehr zur Verfügung hatte, ändert laut Bundesliga nichts an der Wertung des Spiels.
Die Liga verweist dabei auf die geltenden Regeln von FIFA und IFAB. Demnach hat ein Ausfall der VAR-Bilder keinen Einfluss auf die ordnungsgemäße Durchführung oder die Wertung einer Partie.
Die TV-Panne könnte trotzdem Folgen haben – denn die Bundesliga denkt nun darüber nach, bei den Übertragungen wieder mehr Kameras ins Spiel zu bringen.
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