Gesperrt

Diese Inseln darf niemand betreten

Luftaufnahme von Niihau, einer grünen Insel mit Küste und vorgelagertem Krater im blauen Meer.
© Getty Images
Auf diese fünf Inseln dürfen Abenteuerlustige nicht hinreisen. Darunter befindet sich eine "Schlangeninsel" und ein seit 60.000 Jahre isolierter Stamm.
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Viele machen ihren Urlaub auf exotischen Inseln. Aber der Besuch folgender Inseln ist strikt verboten und gefährlich. Einige von ihnen werden staatlich bewacht, andere sind Naturschutzgebiete. Somit sind sie von der Öffentlichkeit abgeschottet.

Bouvetinsel im Atlantischen Ozean

Die Bouvetinsel befindet sich im Atlantischen Ozean und ist ein kleines, eisbedecktes Stück Land. Die Insel liegt rund 1.600 Kilometer vom nächsten Festland entfernt und gilt somit als abgelegenstes Stück Land auf unserem Planeten. Wer dort Urlaub machen will, kann sich auf einiges gefasst machen.

Satellitenbild der schneebedeckten Bouvetinsel im Südatlantik, umgeben von dunklem Meer.
Satellitenbild von Bouvetinsel © Google Maps

Die Insel verfügt über keinerlei Infrastruktur. Auf der Bouvetinsel gibt es keinen Strom, keinen Flughafen und keinen Hafen. Es gibt nur eisige Gewässer, die es nahezu unmöglich machen, mit einem Boot anzulegen.

Die Insel steht unter norwegischer Verwaltung. Die einzigen Bewohner sind Robben, Pinguine und Seevögel. Um das empfindliche Ökosystem zu schützen, hat Norwegen den Zugang auf die kleine Insel streng beschränkt.

North Sentinel Island im Golf von Bengalen

Die North Sentinel Island ist mit großer Wahrscheinlichkeit die berühmteste Insel in dieser Liste. Vor einigen Jahren sorgte die Geschichte eines amerikanischen Missionars, der mit einem Kajak versucht hat, sich der Insel zu nähern und den dortigen Stamm zu kontaktieren, für Aufsehen. Er wurde von den Inselbewohnern getötet.

Satellitenbild einer dicht bewaldeten Insel mit hellem Sandstrand und türkisfarbenem Wasser.
Satellitenbild von North Sentinel Island © DigitalGlobe via Getty Images

Die Insel ist nur 30 bis 50 Kilometer von beliebten Touristenorten wie Port Blair entfernt. Trotzdem leben die Bewohner seit rund 60.000 Jahren isoliert von der restlichen Welt. Ihre Kultur und sogar Genetik unterscheidet sich deutlich von den restlichen Menschen. Indien hat ein strenges Kontaktverbot erlassen, das konsequent durchgesetzt wird.

Die North Sentinel Island ist aus mehreren Gründen von der restlichen Welt abgeschottet. Erstens: Die Menschen verteidigen ihre Insel mit Pfeil und Bogen. Sie sind gegenüber Fremden sehr feindselig gesinnt. Ein weiterer Grund: Die Bewohner haben keine Immunität gegen gängige Viren. Dem Stamm könnte selbst einfacher Kontakt oder der Austausch von Gegenständen extrem gefährlich werden.

Niihau – Hawaiis "verbotene Insel"

Vor der Küste Hawaiis darf ebenfalls eine Insel von Touristen nicht betreten werden. Niihau ist als "verbotene Insel" bekannt und liegt nah an der Insel Kauai. Man kann sogar die Silhouette von Touristenbooten erkennen. Auf die Insel kann man aber fast gar nicht. Nur die Bewohner, geladene Gäste und die Besitzer von Niihau, die Familie Robinson, dürfen anlegen.

In den 1860er-Jahren kaufte die Familie Niihau. Sie gab damals ein Versprechen: Die Insel solle isoliert bleiben und die traditionelle hawaiianische Lebensweise vor äußeren Einflüssen bewahren. Wegen diesem Versprechen befinden sich auf Niihau keine Hotels und keine Touristentouren.

Ilha da Queimada Grande - Brasiliens "Schlangeninsel"

Die brasilianische Insel Ilha da Queimada Grande gehört zu den gefährlichsten Inseln der Welt. Sie liegt etwa 145 Kilometer vor der Küste von São Paulo. Die Insel wird auch "Schlangeninsel" genannt. Darin liegt auch der Grund für die Sperre. Die Insel ist die Heimat für die größte Konzentration giftiger Schlangen weltweit. Darunter befindet sich die berüchtigte Insel-Lanzenotter.

Satellitenbild der grünen Ilha de Queimada Grande, umgeben vom Meer.
Die berüchtigte "Schlangeninsel" © Google Maps

Die Insel gehört nur den Schlangen. Die brasilianischen Behörden gewähren nur einer kleinen Anzahl von Forschern den Zutritt auf die Insel. Für die restliche Welt ist sie komplett gesperrt. Forscher brauchen für den Zutritt eine Sondergenehmigung und die obligatorische Anwesenheit eines Arztes, um die Insel zu betreten.

North Brother Island in New York

Mitten im East River liegt eine düstere Insel. Von den 1880er-Jahren bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden dort im Krankenhaus Patienten mit Infektionskrankheiten behandelt. Heute befindet sich auf North Brother Island keine einzige lebende Seele mehr.

Kleines Boot fährt bei Sonnenuntergang auf dem Fluss vor der Skyline von New York City.
North Brother Island vor der Skyline von New York © Getty Images

Offiziell gehört die Insel zum Stadtteil Bronx. Trotz der düsteren Geschichte ist sie nicht Teil von Stadtführungen für Touristen. Seit Jahrzehnten dürfen Besucher die Insel aus mehreren Gründen nicht betreten. Der Bereich ist ein Vogelschutzgebiet, und die Ruinen sind für Touristen zu gefährlich.

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