Erzbischof-Einigung

Dompfarrer Toni Faber geht fix 2027 in Pension

Ein Geistlicher mit Brille steht in einer Kirche und blickt freundlich in die Kamera.
© TZOe Kernmayer
Jetzt gibt es eine Einigung zwischen Erzbischof und Dompfarrer: Josef Grünwidl und sein Sorgenkind am Stephansplatz sind sich einig geworden.
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Österreichs bekanntester Pfarrer, Toni Faber, ist ab 1. September 2027 Pensionist. Das steht jetzt endgültig fest, berichtet "Die Presse". Die monatelangen Gespräche zwischen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl und "seinem" Dompfarrer sind erfolgreich abgeschlossen – zumindest für den Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn.

Faber: "Ich bin mit mir und dem Erzbischof im Reinen"

Toni Faber sagte am Donnerstag auf Anfrage der "Presse": "Ich bin mit mir und dem Erzbischof im Reinen." Obwohl er auf sein Alter – er wird im März 65 – angesprochen, meinte er: "Natürlich ist die Pensionierung früh. Aber andererseits ist es eine Chance, mit meinen Erfahrungen anderes zu machen."

Druck aus dem Vatikan

Ein Mann und eine Frau lächeln am Ufer der Alten Donau vor moderner Skyline in Wien.
Dompfarrer Toni Faber mit seiner guten Freundin Natalie Nemec © Andreas Tischler / Vienna Press

Hintergrund: Erzbischof Grünwidl – übrigens nicht einmal ein Jahr jünger als Faber – stand seit Amtsantritt im Jänner unter enormem Druck. Zuletzt forderte sogar der päpstliche Botschafter in Österreich, Nuntius Erzbischof Pedro López Quintana, eine Lösung.

Faber sorgte mit häufigen Auftritten bei gesellschaftlichen Anlässen – vom Opernball bis zu Lokaleröffnungen – an der Seite seiner "guten Freundin" Natalie Nemec für Schlagzeilen. Dazu kamen Aussagen wie, der Zölibat sei "völlig überbewertet" und ein "dehnbarer Begriff".>

Indiskretions-Vorwurf an Grünwidls Umgebung

In einem Schreiben an seine Mitarbeiter macht Faber indirekt Josef Grünwidl oder dessen Umgebung den Vorwurf einer Indiskretion: "Von meiner Seite kamen diese Informationen an die Medien sicher nicht."

Und weiter: "Bei aller medialen Aufregung zum Thema meines Lebensstils teilte er mir dann doch auch für mich überraschend seinen Wunsch mit, dass ich mit Erreichen des 65. Lebensjahres und dem 30-jährigen Jubiläum als Dompfarrer mit 31. August 2027 mein Amt als Dompfarrer und als Domkapitular zur Verfügung stellen sollte."

Übersiedlung und "Phase der Zurückhaltung"

Unabhängig davon steht Faber nach Jahrzehnten im Churhaus am Stephansplatz eine Übersiedlung bevor. Voraussichtlich Ende des Jahres wechselt er in eine andere Immobilie des Domkapitels. Die neue Wohnung wird renoviert und soll "definitiv alterstauglich" sein. In seiner jetzigen Dienstwohnung im 5. Stock seien Schlafzimmer und Bad nur über eine 19-stufige Treppe erreichbar.

Faber wird auch in Pension priesterliche Aufgaben übernehmen. Er gibt Grünwidl das Versprechen: Er werde "dem vom Erzbischof neu bestellten Dompfarrer sicher nicht im Weg stehen, sondern eine Phase der Zurückhaltung einlegen".

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