Binnen 2 Jahren
E-Scooter-Unfälle haben sich in Salzburg verdoppelt
Salzburg. Die Zahl der E-Scooter-Unfälle im Bundesland Salzburg ist innerhalb von zwei Jahren um 48 Prozent gestiegen. Während 2023 noch 149 Unfälle registriert wurden, waren es 2024 bereits 170 und im vergangenen Jahr 221. Österreichweit fiel der Anstieg mit 56 Prozent noch stärker aus.
Auch die Folgen der Unfälle sind teilweise schwerwiegend. Im vergangenen Jahr wurden in Salzburg 214 Menschen bei E-Scooter-Unfällen verletzt, ein Mensch kam ums Leben. Im Salzburger Universitätsklinikum werden zudem zunehmend Kinder mit komplexen Knochenbrüchen oder Kopfverletzungen nach E-Scooter-Unfällen behandelt.
Viele Unfälle abends und nachts
Nach Einschätzung des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Clubs (ÖAMTC) tragen mehrere Faktoren zum steigenden Unfallrisiko bei. Dazu gehören die besonderen Fahreigenschaften der Scooter, riskantes Verhalten, fehlende Schutzausrüstung, mangelnde Kenntnisse der Verkehrsregeln und die steigende Zahl der Nutzer.
Besonders häufig passieren Unfälle in den Abend- und Nachtstunden sowie während der Sommermonate. Auch Alkohol spielt dabei eine Rolle. ÖAMTC-Verkehrstechniker Christoph Schönlechner warnt, dass sich Alkohol wegen der instabilen Fahrposition auf einem E-Scooter besonders stark auf die Fahrfähigkeit auswirken könne.
ÖAMTC fordert allgemeine Helmpflicht
Trotz des Verletzungsrisikos trägt laut ÖAMTC lediglich rund jeder zehnte E-Scooter-Fahrer einen Helm. Der Mobilitätsclub fordert deshalb eine allgemeine Helmpflicht unabhängig vom Alter.
Auch Experten des Salzburger Universitätsklinikums warnen davor, E-Scooter als Spielzeug zu betrachten. Gerade für Kinder könnten hohe Geschwindigkeiten erhebliche Gefahren mit sich bringen. Besonders problematisch seien Fahrzeuge, die nicht den geltenden Vorschriften entsprechen und deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen können.
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