Am Samstag kam es in Frankreich zu heftigen Ausschreitungen. Geschäfte wurden geplündert, Autos gingen in Flammen auf und in Limoges stürzte ein Rathaus ein. Auch am Sonntag blieb die Lage angespannt.
Auf dem Place de la République in Paris versammelten sich Dutzende Menschen. Sie folgten Aufrufen in sozialen Netzwerken, die Protestbewegung fortzusetzen. Da die Demonstration nicht angemeldet war, rückte die Polizei an und setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.
Zusätzlich wurde die Spezialeinheit CRS 8 eingesetzt. Sie ist auf den Umgang mit gewaltsamen Ausschreitungen in Städten spezialisiert.
Brände und schwere Verletzung
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Auch rund um den Canal Saint-Martin kam es zu Zwischenfällen. Gruppen junger Demonstranten zogen aus dem Bereich der Place de la République weiter. Die Feuerwehr musste mehrfach wegen brennender Gegenstände ausrücken, während die Polizei die Gegend kontrollierte.
Die Unruhen beschränkten sich nicht auf die Hauptstadt. In mehreren französischen Städten brannten Barrikaden. In Limoges stürzte ein Rathaus ein. In Mülhausen erlitt eine 17-Jährige bei den Ausschreitungen eine schwere Verletzung am linken Auge. Trotz einer Notoperation verlor sie das Auge dauerhaft.
Macron kündigt Ansprache an
Angesichts der angespannten Lage wollte Präsident Emmanuel Macron am Sonntagabend um 20 Uhr eine Ansprache an die Bevölkerung halten. Zuvor war für 17.30 Uhr eine Krisensitzung im Élysée-Palast geplant. Daran sollten Premierminister Sébastien Lecornu und die zuständigen Regierungsmitglieder teilnehmen.
Die Proteste richten sich unter anderem gegen die hohen Lebenshaltungskosten und betreffen auch Forderungen nach besseren öffentlichen Dienstleistungen. Wie sich die Lage weiterentwickelt, war zunächst offen.
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