"Es wurde eine Linie überschritten", wetterte der europäische Fußballverband, als Gianni Infantino seine Idee präsentierte, die WM zukünftig zu privatisieren und damit 15 Milliarden Dollar einzunehmen.
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Doch was zuerst wie ein schlechter Scherz gewirkt haben könnte, wird nun purer Ernst. Der spätestens seit der WM höchst umstrittene FIFA-Boss hat den 211 Mitgliederverbänden der FIFA am Mittwoch ein 53-tägiges Ultimatum gesetzt und als "Wahl-Zuckerl" mit 40 Millionen Euro pro Verband, der zustimmt, geworben.
Doch einen Tag später legte sich die UEFA endgültig quer. Nach einer Notfallsitzung haben die 55 Mitgliedsverbände aus Europa in einem Statement bekannt gegeben, dass man einstimmig beschlossen hat, alle FIFA-Bewerbe zu boykottieren, sollte der Plan durchgewunken werden.
Infantino braucht 106 Stimmen
Kritik an der Idee hagelt es mittlerweile auch aus Asien und Südamerika. Insgesamt braucht Infantino eine Mehrheit bei der Abstimmung.
- Asien (AFC): 47 Verbände
- Europa (UEFA): 55 Verbände
- Nordamerika (CONCACAF): 35 Verbände
- Ozeanien (OFC): 11 Verbände
- Südamerika (CONMEBOL): 10 Verbände
- Afrika (CAF): 54 Verbände
Von den 211 Verbänden bräuchte es also 106 Stimmen dafür. Durch das angekündigte Nein der UEFA verbleiben noch 156 Stimmen. Sollte sich der asiatische Verband trotz der WM-Austragung 2034 in Saudi-Arabien gegen die FIFA stemmen, wird es richtig eng.
Damit würden die Ablöse-Diskussionen von Infantino noch lauter werden. Im März kommenden Jahres steht die FIFA-Wahl am Programm, wo der 55-jährige Schweizer weiterhin auf eine Wiederwahl hofft.
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