Jetzt fix
Gericht schickt Neonazi Liebich zurück nach Deutschland
Liebich war 2023 wegen Volksverhetzung, Beleidigung und übler Nachrede zu 18 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Als der Haftantritt näher rückte, tauchte der Rechtsextremist jedoch unter. Monatelang wurde nach ihm gefahndet, ehe ihn tschechische Behörden im April dieses Jahres nahe der deutschen Grenze festnahmen.
Flucht endete hinter Gittern
Vor dem Landgericht in Pilsen kämpfte Liebich zuletzt gegen die Auslieferung. Dabei argumentierte er, er fürchte um seine Sicherheit, falls er in Deutschland in einem Männergefängnis untergebracht werde. Die Richter ließen sich davon jedoch nicht überzeugen und ordneten die Auslieferung an. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Innerhalb von acht Tagen kann Beschwerde eingelegt werden.
Drama um Gefängnis-Platzierung
Nach seiner Verurteilung hatte Liebich offiziell Namen und Geschlecht ändern lassen. Genau deshalb sorgt der Fall seit Monaten für heftige Diskussionen. Kritiker sprechen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes, während Behörden bereits prüfen, ob die Änderung wieder rückgängig gemacht werden kann.
Selbst wenn die Auslieferung endgültig bestätigt wird, bleibt eine Frage offen: Muss Liebich seine Strafe in einem Frauen- oder Männergefängnis verbüßen? Darüber dürfte erst nach seiner Rückkehr nach Deutschland entschieden werden.
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Jetzt droht der härteste Knast
Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt Liebich vorerst in einem tschechischen Hochsicherheitsgefängnis. Dort sitzt er gemeinsam mit mehr als 1.200 Häftlingen ein – viele davon Schwerverbrecher. Für den einstigen Neonazi-Aktivisten endet damit vorerst jede Hoffnung auf Freiheit.
Fest steht: Nach Monaten auf der Flucht holt die Justiz den verurteilten Rechtsextremisten nun Schritt für Schritt wieder ein.
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