Pool-Drama

Haare eingesaugt: Mädchen (11) stirbt bei Badeunfall

© Getty Images
Ein elfjähriges Mädchen ist nach einem schweren Unfall in einem Schwimmbecken an einer Uferpromenade in Italien ums Leben gekommen. Ihre Haare hatten sich im Absaugsystem verfangen.
OE24 auf Google bevorzugen

In Italien sorgt ein schlimmer Badeunfall für Entsetzen. Die Haare des elfjährigen Mädchens verfingen sich am Mittwoch im Urlauberort Sestri Levante im Abfluss eines Schwimmbeckens. Am Freitag folgte dann die traurige Nachricht aus dem Krankenhaus: Das Kind ist verstorben. Das Mädchen war nach Angaben von Rai News mit ihrer Mutter in dem Badeort in Ligurien, südlich von Genua. Die beiden Mailänder besuchten demnach eines der vielen Strandbäder an der Descalzo-Promenade in dem Ort. Das Mädchen schwamm in einem relativ flachen Becken, als sich ihre Haare in der Düse des Absaugsystems des Bades verfingen, wie der Corriere schreibt. Dadurch wurde die Elfjährige unter Wasser gezogen. Anwesende versuchten sofort, sie zu befreien, darunter der Rettungsschwimmer und der Inhaber des Strandbads. Letztlich wurden ihre Haare mit einer Schere abgeschnitten, berichten der Sender Rai und die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Rettung per Hubschrauber

Erst anschließend konnte das Kind aus dem Wasser gezogen werden. Hier war sie bereits bewusstlos. 45 Minuten lang wurden dann vor Ort Wiederbelebungsmaßnahmen unternommen. Anschließend wurde sie in kritischem Zustand mit einem Hubschrauber der Feuerwehr in ein Kinderkrankenhaus in Genua geflogen.

Tiefe Trauer im Spital

Der ärztliche Direktor des Kinderkrankenhauses Giannina Gaslini in Genua gab am Freitag dann laut Rai mit "tiefer Trauer den Tod des elfjährigen Mädchens bekannt, das in einem kritischen Zustand in das Krankenhaus eingeliefert worden war". Das Mädchen war demnach in der Nacht verstorben. Zuvor hatte man in dem Krankenhaus offenbar noch verzweifelt versucht, ihr Leben zu retten. "Das gesamte Krankenhaus steht der Familie in diesem Moment unermesslichen Leids bei", heißt es weiter.

Sestri Levante in Ligurien, Italien. © Getty Images

Hoffnung durch Organspende

Die Familie des Mädchens habe einer Organspende zugestimmt. Das Krankenhaus zeigte sich ob dieser Entscheidung in einer Situation des Verlusts "zutiefst dankbar, die eine unermessliche Leere in konkrete Hoffnung für andere Familien verwandeln kann". Seit Mai 2026 ist es der zweite Unfall dieser Art in Ligurien. Damals war ein junges Mädchen in dem Ort Celle Ligure aus einem Schwimmbecken gerettet worden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden